Mammakarzinom in der Schwangerschaft
Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Brust (Mamma)
- Prüfungsrelevanz
- 1 von 197 Protokollen · Rang 171
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Definition
- Mammakarzinom, das während der Schwangerschaft, innerhalb eines Jahres nach der Geburt oder während der Stillzeit neu diagnostiziert wird.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Das schwangerschaftsassoziierte Mammakarzinom ist relativ selten (etwa 1 von 3.000 Schwangerschaften), zählt aber zu den häufigsten Malignomen in der Schwangerschaft; meist sind Frauen zwischen 32 und 38 Jahren betroffen.
- In einer Metaanalyse war es unabhängig mit einem ungünstigeren Überleben verbunden, besonders bei Diagnose kurz nach der Geburt.
Klinik
- Physiologische Schwangerschaftsveränderungen mit größeren, empfindlicheren und knotiger tastbaren Brüsten erschweren das Ertasten kleiner Herde.
- Die höhere Brustdichte, bedingt durch mehr Drüsen- und weniger Fettgewebe, erschwert zusätzlich die Mammographie.
- Die meisten Betroffenen ertasten den Knoten selbst; das Karzinom wird häufig in einem späteren Stadium entdeckt.
Diagnostik
- Erste Untersuchung eines suspekten Herdes ist die Sonographie ohne Strahlenbelastung; eine Mammographie ist mit geringer Strahlenexposition und Bleiabschirmung des Abdomens möglich.
- Biopsien sind auch in der Schwangerschaft möglich; zur Ausbreitungsdiagnostik eignen sich Sonographie und MRT mit begrenztem Kontrastmitteleinsatz.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Brust (Mamma)
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.