Mastitis non puerperalis
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- Synonyme
- Duktektasie, Plasmazellmastitis, periduktale Mastitis
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Brust (Mamma)
- Bilder
- Klinik 3 · Sonographie 4
- Prüfungsrelevanz
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Sonographie
Sonographie
Sonographie
SonographieDefinition
- Entzündung der Brust, die unabhängig von der Stillzeit auftritt und als nonlaktationale (nonpuerperale) Mastitis von der laktationalen (puerperalen) Form abgegrenzt wird.
Einteilung
- Zu den Formen gehören die periduktale Mastitis, die nonlaktationale infektiöse Mastitis, die idiopathische granulomatöse Mastitis und die tuberkulöse Mastitis.
- Rezidivierende subareoläre Abszesse mit Milchgangsfisteln werden nach der Erstbeschreibung von 1951 als Zuska-Krankheit bezeichnet.
- Ob Duktektasie und periduktale Mastitis Stadien derselben Erkrankung oder eigenständige Entitäten sind, ist umstritten.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die periduktale Mastitis betrifft vor allem Frauen unter 30 Jahren oder perimenopausale Frauen; die granulomatöse lobuläre Mastitis tritt meist im gebärfähigen Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf, häufig wenige Jahre nach einer Geburt.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Pathogenese
- Rauchen ist der am besten belegte Risikofaktor der periduktalen Mastitis: Die Plattenepithelmetaplasie des Gangepithels führt zu Keratinbildung, Gangverschluss, Sekretstau und sekundärer bakterieller Infektion.
- Eine Mamilleninversion begünstigt über den gestörten Sekretabfluss die periduktale Mastitis; nonlaktationale Brustinfektionen sind zudem mit Adipositas und Diabetes mellitus assoziiert.
- Häufigster Erreger ist Staphylococcus aureus, gefolgt von koagulasenegativen Staphylokokken; vor allem bei chronischen oder rezidivierenden Abszessen liegen oft Mischinfektionen mit Anaerobiern vor, bei starken Raucherinnen gehäuft.
Klinik
Entzündete Brust
- Die Mastitis puerperalis zeigt typischerweise keilförmige Rötung, Überwärmung, Fieber und Schüttelfrost, meist durch Staphylococcus aureus.
- Die Mastitis non puerperalis hat einen häufig chronisch-rezidivierenden Verlauf, oft mit Duktektasie und Nikotinanamnese.
- Typisch sind intermittierende oder nicht zyklische Brustschmerzen, eitrige oder seröse Mamillensekretion, Mamillenretraktion oder -inversion und ein subareolärer Knoten.
- Subareoläre Abszesse können spontan perforieren, rezidivieren und in periareoläre Hautfisteln übergehen.
Diagnostik
- Die Sonographie ist die erste Untersuchung, um die Entzündung zu bestätigen und Abszesse zu erkennen; die Mammographie spielt in der Akutphase eine untergeordnete Rolle.
- Bei Abszessen, atypischem Verlauf, unklarer Diagnose oder Rezidiven dient eine Gewebeprobe dem Ausschluss eines Malignoms und seltener Erreger, da nicht infektiöse Formen ein Karzinom imitieren können; die granulomatöse lobuläre Mastitis wird histologisch nach Ausschluss anderer Ursachen gesichert.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Brust (Mamma)
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.