Mammakarzinom des Mannes

Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171

Fachgebiet
Gynäkologie · Brust (Mamma)
Bilder
Histologie & Zytologie 2
Prüfungsrelevanz
1 von 197 Protokollen · Rang 171
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Mammakarzinom des Mannes – Histologie & Zytologie: Immunhistochemie: Mammakarzinom des Mannes mit Östrogen- (ER) und Progesteronrezeptor (PgR) – obere Reihe hohe, untere Reihe niedrige Expression (Allred-Score)Histologie & Zytologie
Immunhistochemie: Mammakarzinom des Mannes mit Östrogen- (ER) und Progesteronrezeptor (PgR) – obere Reihe hohe, untere Reihe niedrige Expression (Allred-Score)Bild: Siddhartha Deb, Nicholas Jene, kConFab investigators, Stephen B Fox (Wikimedia Commons) · CC BY 2.0 · Quelle
Mammakarzinom des Mannes – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): Subtypen des Mammakarzinoms beim Mann – a) invasiv-duktal (NST), b/c) invasiv-lobulär, d/e) invasiv-papillär, f) invasiv-mikropapillärHistologie & Zytologie
Histologie (HE): Subtypen des Mammakarzinoms beim Mann – a) invasiv-duktal (NST), b/c) invasiv-lobulär, d/e) invasiv-papillär, f) invasiv-mikropapillärBild: Siddhartha Deb, Nicholas Jene, kConFab investigators, Stephen B Fox (Wikimedia Commons) · CC BY 2.0 · Quelle
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Definition

  • Mammakarzinom beim Mann, das meist von den Milchgängen ausgeht.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Das Mammakarzinom des Mannes ist selten: Weniger als 1 % aller Mammakarzinome betreffen Männer.
  • Das mittlere Diagnosealter liegt zwischen 60 und 70 Jahren, betroffen sein können aber Männer jeden Alters.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Risikofaktoren sind höheres Alter, Brustkrebs bei weiblichen Verwandten und Keimbahnvarianten in BRCA2 oder BRCA1, wobei das Risiko bei BRCA2 höher ist.
  • Diskutiert werden zudem Varianten in PTEN, TP53 (Li-Fraumeni-Syndrom) und PALB2.
  • Erhöhte Östrogenspiegel, etwa bei Klinefelter-Syndrom, Leberzirrhose, Adipositas oder Hodenerkrankungen wie Orchitis und Hodenhochstand, sowie eine Strahlenexposition des Thorax erhöhen das Risiko.

Klinik

  • Meist zeigt sich eine retroareoläre Raumforderung; weitere Zeichen sind Mamilleneinziehung, Blutung aus der Mamille, Hautulzeration, Peau d’orange und tastbare axilläre Lymphknoten.
  • Wegen verzögerter Diagnose wird das Karzinom beim Mann häufiger in fortgeschrittenem Stadium festgestellt.

Histologie

  • Häufigster Typ ist das invasive duktale Karzinom, das invasiv-lobuläre Karzinom ist sehr selten.
  • Fast alle Tumoren sind hormonrezeptorpositiv; in einer Serie waren 99 % östrogen- und 82 % progesteronrezeptorpositiv, 9 % HER2-positiv.

Diagnostik

  • Die Bildgebung umfasst Mammographie und Sonographie; verdächtige Befunde werden stanzbioptisch gesichert, am Tumorgewebe werden Östrogen-, Progesteronrezeptor und HER2 bestimmt.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Mammakarzinom des Mannes mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Male Breast Cancer (NCBI Bookshelf)
  2. National Cancer Institute: Breast Cancer in Men
  3. National Cancer Institute: Male Breast Cancer (PDQ®), Fachversion

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.