Mammakarzinom des Mannes
Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Brust (Mamma)
- Bilder
- Histologie & Zytologie 2
- Prüfungsrelevanz
- 1 von 197 Protokollen · Rang 171
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Histologie & Zytologie
Histologie & ZytologieDefinition
- Mammakarzinom beim Mann, das meist von den Milchgängen ausgeht.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Das Mammakarzinom des Mannes ist selten: Weniger als 1 % aller Mammakarzinome betreffen Männer.
- Das mittlere Diagnosealter liegt zwischen 60 und 70 Jahren, betroffen sein können aber Männer jeden Alters.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Risikofaktoren
- Risikofaktoren sind höheres Alter, Brustkrebs bei weiblichen Verwandten und Keimbahnvarianten in BRCA2 oder BRCA1, wobei das Risiko bei BRCA2 höher ist.
- Diskutiert werden zudem Varianten in PTEN, TP53 (Li-Fraumeni-Syndrom) und PALB2.
- Erhöhte Östrogenspiegel, etwa bei Klinefelter-Syndrom, Leberzirrhose, Adipositas oder Hodenerkrankungen wie Orchitis und Hodenhochstand, sowie eine Strahlenexposition des Thorax erhöhen das Risiko.
Klinik
- Meist zeigt sich eine retroareoläre Raumforderung; weitere Zeichen sind Mamilleneinziehung, Blutung aus der Mamille, Hautulzeration, Peau d’orange und tastbare axilläre Lymphknoten.
- Wegen verzögerter Diagnose wird das Karzinom beim Mann häufiger in fortgeschrittenem Stadium festgestellt.
Histologie
- Häufigster Typ ist das invasive duktale Karzinom, das invasiv-lobuläre Karzinom ist sehr selten.
- Fast alle Tumoren sind hormonrezeptorpositiv; in einer Serie waren 99 % östrogen- und 82 % progesteronrezeptorpositiv, 9 % HER2-positiv.
Diagnostik
- Die Bildgebung umfasst Mammographie und Sonographie; verdächtige Befunde werden stanzbioptisch gesichert, am Tumorgewebe werden Östrogen-, Progesteronrezeptor und HER2 bestimmt.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Brust (Mamma)
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.