Listeriose in der Schwangerschaft
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
- Bilder
- Histologie & Zytologie 3
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (3)
Histologie & Zytologie
Histologie & Zytologie
Histologie & ZytologieDefinition
- Die Listeriose in der Schwangerschaft ist eine Infektion mit Listeria monocytogenes, die während der Schwangerschaft transplazentar, unter der Geburt oder postnatal auf das Kind übergehen kann.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die Erkrankung ist in Deutschland meldepflichtig; Schwangere zählen wie Neugeborene, ältere und abwehrgeschwächte Menschen zu den Risikogruppen.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Pathogenese
- Listerien sind grampositive, bewegliche, fakultativ anaerobe Stäbchen, die sich intrazellulär vermehren und prinzipiell auch bei Kühlschranktemperatur wachsen können.
- Die Listeriose ist eine lebensmittelbedingte Infektion, z. B. über Rohmilchweichkäse, Rohwurst, Hackfleisch, Räucherfisch oder vorgeschnittene Salate.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Bei Schwangeren verläuft die Erkrankung meist unauffällig grippeähnlich oder sogar symptomfrei.
- Die Infektion kann auf das Ungeborene übergehen, mit der Gefahr einer Früh- oder Totgeburt oder eines infiziert geborenen Kindes.
- Beim Neugeborenen tritt die Frühinfektion in der ersten Lebenswoche mit Sepsis, Atemnotsyndrom und Hautläsionen (Granulomatosis infantiseptica) auf, die Spätinfektion ab der zweiten Lebenswoche häufig als Meningitis.
Diagnostik
- Der Erregernachweis erfolgt kulturell, u. a. aus Blut, Liquor, Vaginalsekret, Lochien und Mekonium.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.