Mastitis puerperalis

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Synonyme
Brustentzündung, Wochenbettmastitis, Milchstau, Brustentzündung in der Stillzeit
Fachgebiet
Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
Bilder
Klinik 1
Prüfungsrelevanz
3 von 197 Protokollen · Rang 125
In der App
2 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (1)

Mastitis puerperalis – Klinik: Mastitis: flächige Rötung und Überwärmung der Brust
Mastitis: flächige Rötung und Überwärmung der BrustBild: XXXANONXXX3245 (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle

Definition

  • Die Mastitis puerperalis ist eine Entzündung der laktierenden Brust, die meist innerhalb der ersten 6 Wochen nach der Geburt auftritt.

Einteilung

  • Abgegrenzt werden die laktationsassoziierte Mastitis und nicht laktationsassoziierte, chronisch-entzündliche Formen wie die periduktale und die idiopathische granulomatöse Mastitis; Komplikation beider ist der Brustabszess.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Typischerweise entsteht sie aus einem Milchstau und einer bakteriellen Infektion über verletzte Haut; häufigste Erreger sind Staphylokokken.
  • Am konsistentesten mit einer Mastitis assoziiert war in der Übersicht eine Mamillenverletzung.

Klinik

Bild

  • Die Mastitis puerperalis tritt meist auf in der zweiten bis vierten Woche nach der Geburt.
  • Klinisch zeigen sich eine meist einseitige, oft keilförmige Rötung mit Überwärmung, Schmerz, Fieber über 38,5 °C und Krankheitsgefühl.
  • Häufigster Erreger ist Staphylococcus aureus; Eintrittspforte sind Rhagaden der Mamille.
  • Sonographisch wird gesucht nach einer echoarmen, eventuell septierten Einschmelzung als Zeichen des Abszesses.

Milchstau

  • Typisch sind eine umschriebene, druckschmerzhafte Verhärtung mit Rötung und allenfalls leichtem Temperaturanstieg.
  • Der Unterschied zur Mastitis liegt im Ausmaß der Allgemeinsymptome und im Fieber.

Klinik und Komplikationen

  • Typisch sind Rötung, Verhärtung, Druckschmerz, Schmerzen, Schwellung und Überwärmung der Brust, oft mit hohem Fieber; Fieber einige Wochen nach Stillbeginn ist häufig durch eine Mastitis bedingt.
  • Brustabszesse sind sehr selten, gelegentlich durch MRSA verursacht, und häufiger bei Raucherinnen und Frauen mit höherem Körpergewicht.

Diagnostik

Typische Bildbefunde

  • Klinischer Befund (Mastitis puerperalis): Ein scharf begrenztes, keilförmiges Rötungsfeld zieht von der Peripherie zur Mamille hin; die Haut darüber ist gespannt und überwärmt. Es gibt keine Einziehung, keine Orangenhaut und keine tastbare Fluktuation.
  • Die Diagnose wird anhand von Anamnese und klinischem Befund gestellt; abzugrenzen sind die schmerzhaften, rissigen Mamillen der ersten Stilltage und ein Milchstau ohne Entzündung oder Infektion.
  • Bei unklarer oder nicht laktationsassoziierter Mastitis dienen Bildgebung, Histologie und bakterielle Kultur der Abklärung.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Mastitis puerperalis mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 2 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Acute Mastitis (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Mastitis
  3. J Hum Lact 2020: Incidence of and Risk Factors for Lactational Mastitis – systematic review (PMC, Open Access)
  4. DocCheck Flexikon, Mastitis puerperalis
  5. DocCheck Flexikon, Laktation

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.