HIV in der Schwangerschaft
Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
- Prüfungsrelevanz
- 1 von 197 Protokollen · Rang 171
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Definition
- HIV in der Schwangerschaft bezeichnet die Infektion einer Schwangeren mit dem humanen Immundefizienzvirus, einem lymphotropen Lentivirus aus der Familie der Retroviren.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Bei vielen Frauen wird die HIV-Infektion erstmals in der Schwangerschaft diagnostiziert.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Pathogenese
- Die Ansteckungsfähigkeit korreliert mit der Höhe der Viruslast in Blut und Körpersekreten; liegt die Viruslast unter der Nachweisgrenze, ist sie praktisch aufgehoben.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Bei fortgeschrittenem Immundefekt treten lebensbedrohliche opportunistische Infektionen auf, am bedeutsamsten die Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie.
- Säuglinge und Kleinkinder erkranken schneller; bei ihnen stehen Entwicklungsstörungen und schwere bakterielle Infektionen im Vordergrund.
Diagnostik
- Die Diagnostik ist zweistufig mit Such- und Bestätigungstest; Suchtests der 4. Generation erfassen Antikörper und Antigen.
- Ein reaktiver Suchtest wird im Immunoblot oder durch Nachweis viraler Nukleinsäuren bestätigt.
- CD4-Helferzellzahl und Viruslast sind wichtige prognostische Marker.
- Beim Neugeborenen ist der Antikörpernachweis wegen vorhandener mütterlicher Antikörper nicht aussagekräftig; die Diagnose stützt sich auf den Nukleinsäurenachweis.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.