Insertio velamentosa und Nabelschnuranomalien
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- Synonyme
- Placenta succenturiata, singuläre Nabelschnurarterie, Insertio marginalis
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
- Bilder
- Endoskopie & Makro 5
- Prüfungsrelevanz
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Endoskopie & Makro
Endoskopie & Makro
Endoskopie & Makro
Endoskopie & Makro
Endoskopie & MakroDefinition
- Bei der Insertio velamentosa setzt die Nabelschnur nicht an der Plazenta, sondern an den Eihäuten an; die Nabelschnurgefäße verlaufen ein Stück weit zwischen den Eihäuten zur Plazenta.
- Dieser Gefäßabschnitt ist nicht durch Wharton-Sulze geschützt, die die Nabelschnurgefäße normalerweise umgibt, und daher anfällig für Ruptur und Thrombose.
Einteilung
Insertionen
- Normal ist die zentrale oder parazentrale Insertion der Nabelschnur in die Plazenta.
- Insertio marginalis bedeutet die Insertion am Plazentarand („Battledore").
- Insertio velamentosa bedeutet die Gefäße verlaufen ohne Wharton-Sulze über die Eihäute zur Plazenta und ist der wichtigste Wegbereiter der Vasa praevia.
- Häufiger sind Insertionsanomalien bei Mehrlingen und nach assistierter Reproduktion.
Weitere Varianten
- Die Placenta succenturiata ist eine Nebenplazenta, die über Gefäße mit der Hauptplazenta verbunden ist; ihre Gefahr besteht in Retention des Nebenlappens mit Nachblutung und in Vasa praevia.
- Die singuläre Nabelschnurarterie ist assoziiert mit Fehlbildungen und Wachstumsrestriktion und verlangt eine sorgfältige Organdiagnostik.
- Der Nodus verus ist ein echter Knoten der Nabelschnur mit erhöhtem, aber insgesamt niedrigem Risiko der Strangulation; der Nodus spurius dagegen ist eine harmlose Gefäßschlinge oder Sulzeanhäufung.
- Die Grannum-Klassifikation beschreibt die sonographischen Reifegrade 0 bis III der Plazenta.
- Weitere Insertionsvarianten sind die Insertio marginalis, bei der die Nabelschnur am Rand der Plazenta ansetzt, und die seltene Insertio furcata, bei der sich die Gefäße schon vor dem Ansatz an der Plazenta aus der Nabelschnur lösen.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die Insertio velamentosa wird für etwa 1 % der Schwangerschaften angegeben; in Studien schwankt die Häufigkeit bei Einlingen zwischen 0,4 und 11 % und bei Zwillingen zwischen 1,6 und 40 %.
- Die Insertio marginalis kommt in etwa 7 % der Schwangerschaften vor.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Die Insertio velamentosa ist eng mit einer Vasa praevia verbunden, bei der ungeschützte Gefäße nahe dem inneren Muttermund verlaufen und rupturieren können, was zur tödlichen fetalen Ausblutung führen kann.
- Sie ist mit fetaler Wachstumsrestriktion, angeborenen Fehlbildungen und Plazentaretention assoziiert; Ruptur oder Thrombose der Gefäße können zu Frühgeburt oder intrauterinem Fruchttod führen.
Diagnostik
- Der Nabelschnuransatz an der Plazenta wird bei der Routinesonografie dargestellt, besonders bei Zwillingen; Insertionsanomalien lassen sich am besten mit der Dopplersonografie erkennen.
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Weiterführende Literatur (Auswahl)
- StatPearls: Embryology, Umbilical Cord (NCBI Bookshelf)
- Med Sci Monit 2019: Modern Ultrasonography of the Umbilical Cord (PMC, Open Access)
- Syst Rev 2020: Velamentous cord insertion – rapid review of incidence, risk factors, adverse outcomes and screening (PMC, Open Access)
- DocCheck Flexikon, Insertio velamentosa
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.