Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft

Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144

Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Histologie & Zytologie 2
Prüfungsrelevanz
2 von 197 Protokollen · Rang 144
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (2)

Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft – Histologie & Zytologie: Mikroskopie (Urinsediment, Phasenkontrast): Leukozyturie und Bakteriurie mit stäbchenförmigen Bakterien bei HarnwegsinfektHistologie & Zytologie
Mikroskopie (Urinsediment, Phasenkontrast): Leukozyturie und Bakteriurie mit stäbchenförmigen Bakterien bei HarnwegsinfektBild: Steven Fruitsmaak (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft – Histologie & Zytologie: Mikroskopie (Urinsediment): zahlreiche Leukozyten (Eiterzellen) und Bakterien bei bakteriellem HarnwegsinfektHistologie & Zytologie
Mikroskopie (Urinsediment): zahlreiche Leukozyten (Eiterzellen) und Bakterien bei bakteriellem HarnwegsinfektBild: Ajay Kumar Chaurasiya (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle
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Definition

  • Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft umfassen die asymptomatische Bakteriurie, die Zystitis und die Pyelonephritis; eine asymptomatische Bakteriurie kann in eine symptomatische Zystitis oder Pyelonephritis übergehen.
  • Die asymptomatische Bakteriurie ist eine signifikante Bakterienzahl im Urin ohne Symptome einer unteren oder oberen Harnwegsinfektion; in Studien gilt meist ein Grenzwert von mindestens 10⁵ koloniebildenden Einheiten pro Milliliter im Mittelstrahlurin.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Harnwegsinfektionen sind in der Schwangerschaft häufiger und werden in etwa 18 % der Schwangerschaften berichtet; die asymptomatische Bakteriurie hat bei prämenopausalen Frauen eine Prävalenz von 2–10 %.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Ursache der erhöhten Anfälligkeit ist eine Harnstauung durch hormonvermittelte Ureterdilatation und Hypoperistaltik sowie durch den Druck des wachsenden Uterus auf die Ureteren.
  • Häufigster Erreger ist Escherichia coli, das bei Schwangeren mit asymptomatischer Bakteriurie in 65–84 % nachgewiesen wird.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Die Zystitis zeigt wie außerhalb der Schwangerschaft Pollakisurie, Harndrang, Dysurie und mitunter Nykturie; einige dieser Beschwerden kommen in der Schwangerschaft aber auch ohne Infektion vor.
  • Die akute Pyelonephritis tritt vor allem im zweiten und dritten Trimenon auf und äußert sich mit Zystitissymptomen, Schüttelfrost, Fieber, Flankenschmerz, kolikartigen Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen; das Nierenlager ist auf der betroffenen Seite meist klopfschmerzhaft.
  • Eine Pyelonephritis kann in der Schwangerschaft rasch zu Sepsis, disseminierter intravasaler Gerinnung und akutem Lungenversagen fortschreiten; asymptomatische Bakteriurie, Harnwegsinfektion und Pyelonephritis erhöhen das Risiko für vorzeitige Wehen und ein niedriges Geburtsgewicht.

Diagnostik

  • Die asymptomatische Bakteriurie wird mit einer Urinkultur nachgewiesen; bei symptomatischer Infektion folgen auf den Urinteststreifen Urinstatus und Urinkultur.
  • Streptokokken der Gruppe B in einer Urinkultur sprechen unabhängig von der Keimzahl für eine starke vaginal-rektale Besiedlung.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Urinary Tract Infection (UTI) in Pregnancy
  2. BMJ Open 2019: Asymptomatic bacteriuria in pregnancy – systematic reviews (PMC, Open Access)
  3. BMC Urol 2019: Etiology and prevalence of UTI and asymptomatic bacteriuria in pregnant women in Iran (PMC, Open Access)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.