Eklampsie
Prüfungsrelevanz: in 7 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 88
- Synonyme
- eklamptischer Anfall, PRES, Krampfanfall in der Schwangerschaft
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
- Bilder
- Mammographie/MRT 1
- Prüfungsrelevanz
- 7 von 197 Protokollen · Rang 88
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
Der eklamptische Anfall
- Ein tonisch-klonischer Anfall im Rahmen einer hypertensiven Schwangerschaftserkrankung wird als Eklampsie bezeichnet, sofern keine andere Ursache vorliegt.
- Mögliche Prodromi sind Kopfschmerzen, Sehstörungen, Oberbauchschmerzen, Unruhe sowie Hyperreflexie.
- Eklampsie bezeichnet neu auftretende tonisch-klonische, fokale oder multifokale Krampfanfälle bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen, die nicht durch Epilepsie oder zerebrovaskuläre Ereignisse erklärt sind.
- Sie kann auch ohne vorherige Präeklampsiezeichen wie Hypertonie oder Proteinurie auftreten.
Einteilung
- Sie kann vor, während oder nach der Geburt auftreten; postpartal zeigt sie sich typischerweise innerhalb von 48 Stunden, das Risiko bleibt in der ersten Woche erhöht.
- Eine neu auftretende Hypertonie zwischen 48 Stunden und 6 Wochen nach der Geburt wird als späte postpartale Präeklampsie eingeordnet.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Weltweit wird die Eklampsie bei etwa 1,4 % der Geburten angegeben, die Präeklampsie bei 4,6 %; in Entwicklungsländern ist die Rate höher.
- Präeklampsie und Eklampsie sind für bis zu 14 % aller mütterlichen Todesfälle weltweit verantwortlich.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Risikofaktoren
- Die Risikofaktoren entsprechen denen der Präeklampsie, etwa frühere Präeklampsie, Mehrlingsschwangerschaft, Nieren- und Autoimmunerkrankungen, Diabetes mellitus, chronische Hypertonie, Erstschwangerschaft, Alter ab 35 Jahren, Adipositas und Präeklampsie bei Verwandten ersten Grades.
- Die uteroplazentare Ischämie setzt proinflammatorische Zytokine und antiangiogene Faktoren frei; die Endotheldysfunktion stört die Blut-Hirn-Schranke und die zerebrale Autoregulation, und Ödem sowie ein gestörtes neuronales Milieu lösen die Anfälle aus.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Bis zu 83 % der Eklampsien gehen Prodromi voraus: starke, frontale oder atypische Kopfschmerzen, Sehstörungen (Verschwommensehen, Skotome, Photopsien, Doppelbilder, vorübergehende Blindheit) sowie rechtsseitige Oberbauch- oder epigastrische Schmerzen; mehr als ein Drittel tritt jedoch plötzlich ohne Vorzeichen auf.
Diagnostik
- Die Diagnostik erfasst Blutdruck, Proteinurie und Endorganschäden wie Lungenödem sowie gestörte Leber- oder Nierenfunktion.
- Bei neu aufgetretenen Krampfanfällen, Bewusstseinsstörung oder fokalen Defiziten dient eine CT ohne Kontrastmittel oder eine MRT des Kopfes dem Nachweis intrakranieller Ursachen.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.
