Eklampsie

Prüfungsrelevanz: in 7 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 88

Synonyme
eklamptischer Anfall, PRES, Krampfanfall in der Schwangerschaft
Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Mammographie/MRT 1
Prüfungsrelevanz
7 von 197 Protokollen · Rang 88
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (1)

Eklampsie – Mammographie/MRT: MRT (T2, axial): posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) mit beidseitigen kortiko-subkortikalen Hyperintensitäten okzipital – typisches Bildmuster bei EklampsieMammographie/MRT
MRT (T2, axial): posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) mit beidseitigen kortiko-subkortikalen Hyperintensitäten okzipital – typisches Bildmuster bei EklampsieBild: Rashmi Chawla, Daniel Smith and Paul E Marik (Wikimedia Commons) · CC BY 3.0 · Quelle

Definition

Der eklamptische Anfall

  • Ein tonisch-klonischer Anfall im Rahmen einer hypertensiven Schwangerschaftserkrankung wird als Eklampsie bezeichnet, sofern keine andere Ursache vorliegt.
  • Mögliche Prodromi sind Kopfschmerzen, Sehstörungen, Oberbauchschmerzen, Unruhe sowie Hyperreflexie.
  • Eklampsie bezeichnet neu auftretende tonisch-klonische, fokale oder multifokale Krampfanfälle bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen, die nicht durch Epilepsie oder zerebrovaskuläre Ereignisse erklärt sind.
  • Sie kann auch ohne vorherige Präeklampsiezeichen wie Hypertonie oder Proteinurie auftreten.

Einteilung

  • Sie kann vor, während oder nach der Geburt auftreten; postpartal zeigt sie sich typischerweise innerhalb von 48 Stunden, das Risiko bleibt in der ersten Woche erhöht.
  • Eine neu auftretende Hypertonie zwischen 48 Stunden und 6 Wochen nach der Geburt wird als späte postpartale Präeklampsie eingeordnet.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Weltweit wird die Eklampsie bei etwa 1,4 % der Geburten angegeben, die Präeklampsie bei 4,6 %; in Entwicklungsländern ist die Rate höher.
  • Präeklampsie und Eklampsie sind für bis zu 14 % aller mütterlichen Todesfälle weltweit verantwortlich.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Die Risikofaktoren entsprechen denen der Präeklampsie, etwa frühere Präeklampsie, Mehrlingsschwangerschaft, Nieren- und Autoimmunerkrankungen, Diabetes mellitus, chronische Hypertonie, Erstschwangerschaft, Alter ab 35 Jahren, Adipositas und Präeklampsie bei Verwandten ersten Grades.
  • Die uteroplazentare Ischämie setzt proinflammatorische Zytokine und antiangiogene Faktoren frei; die Endotheldysfunktion stört die Blut-Hirn-Schranke und die zerebrale Autoregulation, und Ödem sowie ein gestörtes neuronales Milieu lösen die Anfälle aus.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Bis zu 83 % der Eklampsien gehen Prodromi voraus: starke, frontale oder atypische Kopfschmerzen, Sehstörungen (Verschwommensehen, Skotome, Photopsien, Doppelbilder, vorübergehende Blindheit) sowie rechtsseitige Oberbauch- oder epigastrische Schmerzen; mehr als ein Drittel tritt jedoch plötzlich ohne Vorzeichen auf.

Diagnostik

  • Die Diagnostik erfasst Blutdruck, Proteinurie und Endorganschäden wie Lungenödem sowie gestörte Leber- oder Nierenfunktion.
  • Bei neu aufgetretenen Krampfanfällen, Bewusstseinsstörung oder fokalen Defiziten dient eine CT ohne Kontrastmittel oder eine MRT des Kopfes dem Nachweis intrakranieller Ursachen.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Eklampsie mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Eclampsia (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Preeclampsia and Eclampsia
  3. DocCheck Flexikon, Eklampsie

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.