Pilomatrixom (Epithelioma calcificans Malherbe)
- Synonyme
- Pilomatrikom, Epithelioma calcificans Malherbe, verkalkendes Epitheliom, Pilomatricoma, pilomatrixoma, calcifying epithelioma of Malherbe
- Fachgebiet
- Dermatologie · Hauttumoren
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- Klinik 1 · Histologie 2
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
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Histologie
HistologieDefinition
Das Pilomatrixom ist ein gutartiger Tumor, der von den Zellen der Haarmatrix ausgeht. Kennzeichnend ist eine Verkalkung, die den Knoten hart tastbar macht.
Vorkommen & Epidemiologie
Am häufigsten wird es bei Kindern diagnostiziert, es kommt aber auch bei Erwachsenen vor. In einer Serie von 179 Pilomatrixomen der Kopf-Hals-Region lag das mittlere Alter bei 29,8 Jahren, 45,3 % der Patienten waren jünger als 18 Jahre. Multiple Pilomatrixome wurden in Verbindung mit der myotonen Dystrophie beschrieben.
Ätiopathogenese
Ursache ist eine lokalisierte Mutation in einer Haarmatrixzelle; in den meisten Fällen liegen Mutationen im CTNNB1-Gen (β-Catenin) vor, zudem ist BCL-2 überexprimiert.
Klinik
- Solitärer, harter Knoten, hautfarben, weißlich, rötlich oder livide; meist 5–10 mm groß, über Jahre stabil oder langsam bis zu mehreren Zentimetern wachsend.
- Bevorzugt an Kopf und Hals (Serie: Hals 30,2 %, Wange 16,8 %, Kopfhaut 16,2 %, Augenbrauen- und Periorbitalregion 14,0 %), aber an jeder Stelle möglich.
- Meist beschwerdefrei, gelegentlich druckschmerzhaft; durch die Verkalkung oft kantige Form („Tent sign“).
- Selten Riesenformen; ein Pilomatrixkarzinom ist sehr selten.
Histologie
Gut begrenzter nodulozystischer Tumor der tiefen Dermis, nicht selten bis in die Subkutis reichend. Basaloide Zellen wie in der Haarmatrix reifen zu kernlosen eosinophilen Schattenzellen; in diesen Bereichen finden sich häufig Verkalkungen, an Rupturstellen mehrkernige Riesenzellen. Eine pigmentierte Variante kommt in bis zu 11 % vor.
Diagnostik
- Dermatoskopie: zentrales weißliches oder grau-blaues strukturloses Areal, teils Erythem und Teleangiektasien.
- Sonographie: Nachweis der Verkalkung (in einer Kinderserie bei 88,2 %); auch im Röntgenbild nachweisbar.
- Histologische Sicherung.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.