Lipom
- Synonyme
- Lipome, Fettgewebsgeschwulst, Fettgeschwulst, Angiolipom, Spindelzelllipom, lipoma, fatty lump, angiolipoma
- Fachgebiet
- Dermatologie · Hauttumoren
- Bilder
- Klinik 2 · Histologie 1
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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HistologieDefinition
Das Lipom ist ein sehr häufiger, gutartiger und langsam wachsender Tumor aus reifen Fettzellen (Adipozyten). Es liegt meist im subkutanen Fettgewebe, selten unter der Faszie oder intramuskulär. Eine maligne Entartung ist äußerst selten.
Einteilung
- Varianten: Angiolipom (häufig schmerzhaft), Spindelzelllipom (vor allem am Nacken älterer Menschen), pleomorphes Lipom, Adenolipom.
- Multiple Lipome (bei etwa 5–10 % der Betroffenen) meist im Rahmen eines Syndroms oder einer genetischen Erkrankung, z. B. familiäre multiple Lipomatose, Proteus-Syndrom, PTEN-Hamartom-Syndrom, Gardner-Syndrom oder MEN 2B; multiple schmerzhafte Lipome beim Morbus Dercum.
Vorkommen & Epidemiologie
Lipome treten typischerweise zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf, sind aber in jedem Alter möglich. Beide Geschlechter sind gleich häufig betroffen; gehäuft finden sie sich bei Hyperlipidämie, Typ-2-Diabetes und Adipositas. Die Ursache ist unbekannt.
Klinik
- Meist solitärer, schmerzloser, weicher bis gummiartiger, oft gelappter und gut verschieblicher Knoten von 1 bis über 10 cm Durchmesser.
- Die Haut darüber ist unverändert und nicht mit dem Knoten verbacken.
- Bevorzugt an Rumpf, Hals und proximalen Extremitäten.
- Große Lipome können selten Nerven oder Nachbarstrukturen komprimieren und Schmerzen oder Taubheitsgefühl verursachen.
Histologie
Reifes Fettgewebe mit wenigen kleinen Kapillaren in dünnen fibrösen Septen, oft von einer dünnen fibrösen Kapsel umgeben. Die Abgrenzung zum hochdifferenzierten Liposarkom kann histologisch schwierig sein.
Diagnostik
- Meist klinische Diagnose.
- Bei unklarem Befund Bildgebung und/oder Biopsie.
- Rasch wachsende Knoten werden histologisch abgeklärt, um ein Liposarkom auszuschließen.
Differenzialdiagnosen
- Epidermalzyste (Atherom)
- Lipoidproteinose (Urbach-Wiethe-Syndrom)
- Dermatofibrom
- Fibrofollikulom (Birt-Hogg-Dubé)
- Steatocystoma multiplex
- Abszess
- Haemangiom
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Erwähnt in
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.