Lipom

Synonyme
Lipome, Fettgewebsgeschwulst, Fettgeschwulst, Angiolipom, Spindelzelllipom, lipoma, fatty lump, angiolipoma
Fachgebiet
Dermatologie · Hauttumoren
Bilder
Klinik 2 · Histologie 1
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Differenzialdiagnosen
  9. Weiterlernen in der App
  10. Literatur (Auswahl)
  11. Querverweise

Bilder (3)

Lipom – klinisches Foto: zwei große, weiche, hautfarbene subkutane Vorwölbungen am Rücken
zwei große, weiche, hautfarbene subkutane Vorwölbungen am RückenJames Heilman, MD, „LipomaBack", CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Lipom – Arm – klinisches Foto: weiche, hautfarbene, glatt begrenzte subkutane Vorwölbung
weiche, hautfarbene, glatt begrenzte subkutane Vorwölbung (Arm)Sikander Iqbal, „Lipoma 02", CC BY 3.0, via Wikimedia Commons · CC BY 3.0 · Quelle
Lipom – Histologie (HE), Detailausschnitt: reife, univakuoläre Adipozyten mit randständigen Kernen, zarte fibrovaskuläre Septen, keine Lipoblasten und keine Kernatypie; Kapsel und Läsionsgrenze …Histologie
Histologie (HE), Detailausschnitt: reife, univakuoläre Adipozyten mit randständigen Kernen, zarte fibrovaskuläre Septen, keine Lipoblasten und keine Kernatypie; Kapsel und Läsionsgrenze …Nephron, „Lipoma -- intermed mag", CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Quelle
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Definition

Das Lipom ist ein sehr häufiger, gutartiger und langsam wachsender Tumor aus reifen Fettzellen (Adipozyten). Es liegt meist im subkutanen Fettgewebe, selten unter der Faszie oder intramuskulär. Eine maligne Entartung ist äußerst selten.

Einteilung

  • Varianten: Angiolipom (häufig schmerzhaft), Spindelzelllipom (vor allem am Nacken älterer Menschen), pleomorphes Lipom, Adenolipom.
  • Multiple Lipome (bei etwa 5–10 % der Betroffenen) meist im Rahmen eines Syndroms oder einer genetischen Erkrankung, z. B. familiäre multiple Lipomatose, Proteus-Syndrom, PTEN-Hamartom-Syndrom, Gardner-Syndrom oder MEN 2B; multiple schmerzhafte Lipome beim Morbus Dercum.

Vorkommen & Epidemiologie

Lipome treten typischerweise zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf, sind aber in jedem Alter möglich. Beide Geschlechter sind gleich häufig betroffen; gehäuft finden sie sich bei Hyperlipidämie, Typ-2-Diabetes und Adipositas. Die Ursache ist unbekannt.

Klinik

  • Meist solitärer, schmerzloser, weicher bis gummiartiger, oft gelappter und gut verschieblicher Knoten von 1 bis über 10 cm Durchmesser.
  • Die Haut darüber ist unverändert und nicht mit dem Knoten verbacken.
  • Bevorzugt an Rumpf, Hals und proximalen Extremitäten.
  • Große Lipome können selten Nerven oder Nachbarstrukturen komprimieren und Schmerzen oder Taubheitsgefühl verursachen.

Histologie

Reifes Fettgewebe mit wenigen kleinen Kapillaren in dünnen fibrösen Septen, oft von einer dünnen fibrösen Kapsel umgeben. Die Abgrenzung zum hochdifferenzierten Liposarkom kann histologisch schwierig sein.

Diagnostik

  • Meist klinische Diagnose.
  • Bei unklarem Befund Bildgebung und/oder Biopsie.
  • Rasch wachsende Knoten werden histologisch abgeklärt, um ein Liposarkom auszuschließen.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

In der DermaFuchs-App lernst du Lipom mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Blickdiagnosen – kostenlos, im Browser oder als App.

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Lipoma
  2. DermNet: Lipoma pathology
  3. MSD Manual Professional: Lipomas

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.