Hämatometra und Pyometra
Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Uterus & Endometrium
- Bilder
- Sonographie 1
- Prüfungsrelevanz
- 2 von 197 Protokollen · Rang 144
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
- Die Pyometra ist eine Eiteransammlung im Cavum uteri infolge eines gestörten Abflusses über die Zervix.
- Hämatometra bzw. Hämatokolpos bezeichnen die Ansammlung von Menstruationsblut im Uterus bzw. in der Vagina.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die Pyometra ist selten und tritt vor allem bei postmenopausalen Frauen auf; vor der Menopause ist sie selten.
- Eine spontane Perforation mit diffuser Peritonitis ist extrem ungewöhnlich.
Ätiopathogenese
Ätiologie
- Häufigste Ursache sind Malignome des Genitaltrakts mit etwa 35 % der Fälle; daneben kommen Endometriumläsionen, Myome, senile Zervizitis, puerperale Infektionen und angeborene Zervixanomalien in Frage.
- Weitere Ursachen sind Zervixpolypen, Infektionen und ein Verschluss des Zervikalkanals.
- Bei perforierter Pyometra fanden sich in einer Literaturübersicht meist Mischinfektionen aus aeroben und anaeroben Bakterien.
- Hämatokolpos bzw. Hämatometra können durch eine angeborene Hymenalatresie entstehen, bei der das Hymen in der Neonatalperiode nicht spontan einreißt.
Klinik
- Klassische Symptome sind eitriger Ausfluss, postmenopausale Blutung und Unterbauchschmerzen, die jedoch unspezifisch sind; über die Hälfte der nicht perforierten Fälle verläuft asymptomatisch.
- Die spontan perforierte Pyometra ist klinisch schwer zu erkennen und ahmt häufig gastrointestinale Erkrankungen nach, sodass Fehldiagnosen häufig sind.
Diagnostik
- Der Ultraschall ist die erste und sensitivste Untersuchung bei Pyometra, hat bei Perforation aber nur einen begrenzten Stellenwert; ergänzend kommen CT des Abdomens und MRT des Beckens in Betracht.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.
