Hämatometra und Pyometra

Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144

Fachgebiet
Gynäkologie · Uterus & Endometrium
Bilder
Sonographie 1
Prüfungsrelevanz
2 von 197 Protokollen · Rang 144
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (1)

Hämatometra und Pyometra – Sonographie: Hämatometra (Blut/Debris im Cavum) postpartalSonographie
Hämatometra (Blut/Debris im Cavum) postpartalBild: Mikael Häggström (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle

Definition

  • Die Pyometra ist eine Eiteransammlung im Cavum uteri infolge eines gestörten Abflusses über die Zervix.
  • Hämatometra bzw. Hämatokolpos bezeichnen die Ansammlung von Menstruationsblut im Uterus bzw. in der Vagina.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die Pyometra ist selten und tritt vor allem bei postmenopausalen Frauen auf; vor der Menopause ist sie selten.
  • Eine spontane Perforation mit diffuser Peritonitis ist extrem ungewöhnlich.

Ätiopathogenese

Ätiologie

  • Häufigste Ursache sind Malignome des Genitaltrakts mit etwa 35 % der Fälle; daneben kommen Endometriumläsionen, Myome, senile Zervizitis, puerperale Infektionen und angeborene Zervixanomalien in Frage.
  • Weitere Ursachen sind Zervixpolypen, Infektionen und ein Verschluss des Zervikalkanals.
  • Bei perforierter Pyometra fanden sich in einer Literaturübersicht meist Mischinfektionen aus aeroben und anaeroben Bakterien.
  • Hämatokolpos bzw. Hämatometra können durch eine angeborene Hymenalatresie entstehen, bei der das Hymen in der Neonatalperiode nicht spontan einreißt.

Klinik

  • Klassische Symptome sind eitriger Ausfluss, postmenopausale Blutung und Unterbauchschmerzen, die jedoch unspezifisch sind; über die Hälfte der nicht perforierten Fälle verläuft asymptomatisch.
  • Die spontan perforierte Pyometra ist klinisch schwer zu erkennen und ahmt häufig gastrointestinale Erkrankungen nach, sodass Fehldiagnosen häufig sind.

Diagnostik

  • Der Ultraschall ist die erste und sensitivste Untersuchung bei Pyometra, hat bei Perforation aber nur einen begrenzten Stellenwert; ergänzend kommen CT des Abdomens und MRT des Beckens in Betracht.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Hämatometra und Pyometra mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Postmenopausal spontaneous rupture of pyometra: A case report (Medicine (Baltimore) 2018, PubMed Central)
  2. Spontaneous Perforation of Pyometra (Infect Dis Obstet Gynecol 2006, PubMed Central)
  3. StatPearls: Imperforate Hymen (NCBI Bookshelf)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.