Lynch-Syndrom in der Gynäkologie
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- Synonyme
- HNPCC, Mismatch-Reparatur-Defekt
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Uterus & Endometrium
- Bilder
- Histologie & Zytologie 1
- Prüfungsrelevanz
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
Lynch-Syndrom
- Pathophysiologie: Das Lynch-Syndrom beruht auf einem Defekt der DNA-Mismatch-Reparatur.
- Tumorrisiko: Es erhöht das Risiko für Kolon-, Endometrium- und Ovarialkarzinom.
- Histologischer Hinweis: Der Hinweis in der Histologie ist ein Ausfall der Mismatch-Reparatur-Proteine in der Immunhistochemie.
- Das Lynch-Syndrom ist eine autosomal-dominante erbliche Tumorprädisposition durch Keimbahnvarianten in den Mismatch-Reparatur-Genen MLH1, MSH2, PMS2 und MSH6 oder im EPCAM-Gen, das über eine Promotor-Hypermethylierung MSH2 ausschaltet.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Etwa 1 von 300 Personen ist betroffen; es ist die häufigste Ursache erblicher kolorektaler Karzinome.
- Etwa 3 % der Endometriumkarzinome beruhen auf einem Lynch-Syndrom, während rund ein Viertel eine Mikrosatelliteninstabilität oder MMR-Defizienz aufweist.
Klinik
- Das Lebenszeitrisiko für Krebs liegt je nach Variante und Tumorart zwischen 10 und 90 %.
- Das Endometriumkarzinom ist der häufigste extrakolonische Tumor und bei Frauen oft die erste auftretende Krebserkrankung.
- Bestimmte Varianten erhöhen auch das Ovarialkarzinomrisiko; Lynch-assoziierte Ovarialkarzinome sind meist endometrioid.
Diagnostik
- Bei Tumorerkrankten wird das Tumorgewebe immunhistochemisch auf einen Verlust von MMR-Proteinen untersucht; die Mikrosatelliteninstabilität gilt als pathologisches Kennzeichen Lynch-assoziierter Tumoren.
- Je nach Ausfallmuster klärt eine MLH1-Hypermethylierungsanalyse die Ursache des Verlusts; gesichert wird die Diagnose durch eine Keimbahntestung der MMR-Gene.
- Familienanamnestische Kriterien wie die Amsterdam-Kriterien dienen der Identifikation von Anlageträgern.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.
