Endometriumpolyp
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- Synonyme
- Korpuspolyp, Gebärmutterpolyp
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Uterus & Endometrium
- Bilder
- Sonographie 3 · Endoskopie & Makro 2 · Histologie & Zytologie 1
- Prüfungsrelevanz
- 1 von 197 Protokollen · Rang 171
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (6)
Sonographie
Endoskopie & Makro
Histologie & Zytologie
Sonographie
Endoskopie & Makro
SonographieDefinition
- Endometriumpolypen sind umschriebene Wucherungen aus endometrialen Drüsen, Stroma und einem zentralen Gefäßkern, die in das Cavum ragen und von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern groß sein können.
- Gestielte Polypen haften über einen schmalen Stiel, breitbasige (sessile) Polypen über eine breite Basis ohne Stiel.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie und Pathogenese
- Polypen zählen zu den häufigsten pathologischen Befunden im Uterus; der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen 40 und 49 Jahren.
- Ihre Entstehung wird mit Östrogenstimulation in Verbindung gebracht.
Klinik
- Viele Polypen sind asymptomatisch; in einer Studie waren 82 % der histologisch gesicherten Polypen symptomlos.
- Polypen sind eine häufige Ursache abnormer uteriner Blutungen und werden mit Infertilität in Verbindung gebracht.
- Nur ein sehr kleiner Teil, etwa 1 %, zeigt hyperplastische oder maligne Veränderungen.
Diagnostik
Bildgebung des Endometriumpolypen
- Sonographisch erkennt man ihn an umschriebener, echoreicher Struktur, glatte Grenze.
- Im Doppler ist typisch einem einzelnen zuführenden Gefäß.
- Besser darstellbar wird er durch Hydrosonographie.
Typische Bildbefunde
- Sonographie (Endometriumpolyp): Im Cavum liegt eine umschriebene, echoreiche Raumforderung mit kleinen zystischen Einschlüssen. Sie hebt sich scharf vom umgebenden Endometrium ab, das Myometrium darunter ist glatt und unversehrt.
- Sonographie (Endometriumpolyp): Im Cavum stellt sich eine rundliche, echoreiche Struktur dar, die vom umgebenden Endometrium abgrenzbar ist und mit Messkreuzen erfasst wurde. Der Cavumspalt ist an dieser Stelle aufgeweitet, das Myometrium ringsum homogen.
- Erstes diagnostisches Verfahren ist der Vaginalultraschall, in dem Polypen als echoreiche Läsion mit glatter Kontur erscheinen.
- Der Farbdoppler kann das typische einzelne zuführende Gefäß zeigen; die intrauterine Kontrastierung bei der Sonohysterographie kann auch kleine, im Graustufenultraschall übersehene Polypen sichtbar machen.
- Polypen können zusammen mit diffusen Endometriumveränderungen wie Hyperplasie oder Karzinom vorkommen; eine Gewebediagnose erfordert die Histologie.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.