Asherman-Syndrom
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- Synonyme
- intrauterine Adhäsionen, Synechien des Cavum uteri
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Uterus & Endometrium
- Bilder
- Sonographie 2 · Endoskopie & Makro 2 · Histologie & Zytologie 1
- Prüfungsrelevanz
- 2 von 197 Protokollen · Rang 144
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (5)
Sonographie
Endoskopie & Makro
Histologie & Zytologie
Sonographie
Endoskopie & MakroDefinition
- Das Asherman-Syndrom bezeichnet intrauterine Adhäsionen, die nach einer Verletzung mit Zerstörung der Basalschicht des Endometriums entstehen.
- Das Spektrum reicht von dünnen Gewebesträngen bei minimaler Ausprägung bis zur vollständigen Obliteration des Cavum bei schwerer Erkrankung.
Einteilung
- Klassifikationssysteme beschreiben Lage und Schweregrad der Adhäsionen; die Symptome allein spiegeln den Schweregrad nicht wider.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- In einzelnen Studien stieg das Risiko mit der Zahl der Ausschabungen von 16 % nach einer auf 32 % nach drei oder mehr.
Ätiopathogenese
Ätiologie
- Häufigste Ursache ist eine Verletzung der Basalschicht durch Ausschabung nach Fehlgeburt, Geburt oder Abbruch; schwangerschaftsassoziierte intrauterine Manipulationen gehen in bis zu 91 % der Fälle voraus.
- Weitere Ursachen sind Intrauterinspiralen (IUP) und Beckeninfektionen wie Schistosomiasis und Genitaltuberkulose.
Klinik
Klinik und Diagnostik
- Klinisch zeigt es sich als Hypo-/Amenorrhoe, zyklische Schmerzen, Infertilität.
- Diagnostiziert wird es Hysteroskopie, ergänzt durch Hydrosonographie/HSG.
- Leitsymptome sind verminderte oder ausbleibende Menstruation, zyklische Unterbauchschmerzen und Fortpflanzungsstörungen wie Infertilität und wiederholte Fehlgeburten.
- Zyklische Schmerzen entstehen, wenn Menstruationsblut wegen einer durch Adhäsionen verschlossenen Zervix nicht abfließen kann.
- In späteren Schwangerschaften sind Plazentahaftungsstörungen sowie fetale Wachstumsrestriktion und Fehlbildungen häufiger.
Diagnostik
- Zur Diagnostik dienen Hysterosalpingographie, Sonohysterographie und Ultraschall; als Goldstandard gilt die Hysteroskopie.
- In der Hysterosalpingographie zeigen sich typischerweise unregelmäßige, eckige, unverschiebliche Füllungsdefekte.
- Sonohysterographie und Hysterosalpingographie erreichten in einer Studie eine Sensitivität von 75 %; der Ultraschall allein ist wenig zuverlässig.
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Weiterführende Literatur (Auswahl)
- The link between intrauterine adhesions and impaired reproductive performance: a systematic review of the literature (BMC Pregnancy Childbirth 2022, PubMed Central)
- Hysterosalpingography finding in intra uterine adhesion (asherman' s syndrome): a pictorial essay (Int J Fertil Steril 2013, PubMed Central)
- DocCheck Flexikon, Endometriumpolyp
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.