Syringom

Synonyme
Syringome, eruptive Syringome, Syringom Augenlid, syringoma, syringomas, eruptive syringoma
Fachgebiet
Dermatologie · Hauttumoren
Bilder
Klinik 1 · Histologie 1
In der App
2 Karteikarten
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Differenzialdiagnosen
  9. Weiterlernen in der App
  10. Literatur (Auswahl)
  11. Querverweise

Bilder (2)

Syringom – KI-Illustration (kein Patientenfoto): multiple kleine hautfarbene bis gelbliche flache Papeln symmetrisch periorbital unteres Augenlid (40-jaehrige-frau, periorbital)KI-Illustration
multiple kleine hautfarbene bis gelbliche flache Papeln symmetrisch periorbital unteres Augenlid (40-jaehrige-frau, periorbital)KI-generierte Illustration zu Lehrzwecken – kein echtes Patientenfoto.
Syringom – Histologie (HE): zahlreiche kleine Duktus-Strukturen und solide Stränge in sklerotischem Stroma der oberen Dermis, unauffällige EpidermisHistologie
Histologie (HE): zahlreiche kleine Duktus-Strukturen und solide Stränge in sklerotischem Stroma der oberen Dermis, unauffällige EpidermisNephron, „Syringoma -- intermed mag", CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Quelle
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Definition

Das Syringom ist ein gutartiger Adnextumor, der vom Akrosyringium ausgeht, dem intraepidermalen Abschnitt des ekkrinen Schweißdrüsenausführungsgangs. Syringome treten typischerweise gruppiert an und um die Augenlider auf.

Einteilung

Nach Friedman und Butler werden unterschieden:

  • lokalisierte Syringome
  • generalisierte multifokale bzw. eruptive Syringome
  • Syringome bei Down-Syndrom
  • familiäre Syringome

Selten ist das klarzellige Syringom mit Glykogeneinlagerung, das mit Diabetes mellitus assoziiert ist.

Vorkommen & Epidemiologie

Syringome betreffen etwa 1 % der Bevölkerung, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Sie treten meist sporadisch während oder nach der Pubertät auf. Familiäre Syringome werden autosomal-dominant vererbt und beginnen oft vor der Pubertät. Bei Trisomie 21 haben 18–39 % der Betroffenen Syringome.

Klinik

  • Feste, runde, hautfarbene dermale Papeln von 1–3 mm, einzeln oder gruppiert, oft symmetrisch.
  • Prädilektion: Lider und Wangen; außerdem Kopfhaut, Achseln, Nabel, Brust und Genitalregion.
  • Eruptive Syringome: schubweise auftretende, gelbbraune bis hyperpigmentierte Papeln an Hals, vorderem Rumpf, Achseln, Schultern und Abdomen.
  • Meist symptomlos; Juckreiz beim Schwitzen oder bei Sitz an der Vulva möglich.

Histologie

Unauffällige Epidermis; in der Dermis zahlreiche kleine Gänge und epitheliale Stränge in sklerotischem Stroma. Die Gänge sind von zwei Reihen abgeflachter Epithelzellen ausgekleidet; die äußere Schicht wölbt sich zu einem kommaartigen Ausläufer vor (Kaulquappenform). Beim klarzelligen Syringom ist das Zytoplasma durch Glykogen hell.

Diagnostik

  • Meist klinische Diagnose anhand des typischen Bildes.
  • Zur Abgrenzung vom mikrozystischen Adnexkarzinom, das tief in Dermis und Subkutis infiltriert, ist eine Biopsie über die gesamte Hautdicke nötig.
  • Eruptive Syringome werden klinisch oft nicht vermutet und erst histologisch erkannt.
  • Beim klarzelligen Syringom ist eine Abklärung auf eine gestörte Glukosetoleranz angezeigt.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Syringoma
  2. PubMed: Cutaneous syringoma: a clinicopathologic study of 34 new cases and review of the literature (PMID 23919023)
  3. PubMed: Eruptive syringoma: 27 new cases and review of the literature (PMID 11683289)

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.