Syringom
- Synonyme
- Syringome, eruptive Syringome, Syringom Augenlid, syringoma, syringomas, eruptive syringoma
- Fachgebiet
- Dermatologie · Hauttumoren
- Bilder
- Klinik 1 · Histologie 1
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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HistologieDefinition
Das Syringom ist ein gutartiger Adnextumor, der vom Akrosyringium ausgeht, dem intraepidermalen Abschnitt des ekkrinen Schweißdrüsenausführungsgangs. Syringome treten typischerweise gruppiert an und um die Augenlider auf.
Einteilung
Nach Friedman und Butler werden unterschieden:
- lokalisierte Syringome
- generalisierte multifokale bzw. eruptive Syringome
- Syringome bei Down-Syndrom
- familiäre Syringome
Selten ist das klarzellige Syringom mit Glykogeneinlagerung, das mit Diabetes mellitus assoziiert ist.
Vorkommen & Epidemiologie
Syringome betreffen etwa 1 % der Bevölkerung, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Sie treten meist sporadisch während oder nach der Pubertät auf. Familiäre Syringome werden autosomal-dominant vererbt und beginnen oft vor der Pubertät. Bei Trisomie 21 haben 18–39 % der Betroffenen Syringome.
Klinik
- Feste, runde, hautfarbene dermale Papeln von 1–3 mm, einzeln oder gruppiert, oft symmetrisch.
- Prädilektion: Lider und Wangen; außerdem Kopfhaut, Achseln, Nabel, Brust und Genitalregion.
- Eruptive Syringome: schubweise auftretende, gelbbraune bis hyperpigmentierte Papeln an Hals, vorderem Rumpf, Achseln, Schultern und Abdomen.
- Meist symptomlos; Juckreiz beim Schwitzen oder bei Sitz an der Vulva möglich.
Histologie
Unauffällige Epidermis; in der Dermis zahlreiche kleine Gänge und epitheliale Stränge in sklerotischem Stroma. Die Gänge sind von zwei Reihen abgeflachter Epithelzellen ausgekleidet; die äußere Schicht wölbt sich zu einem kommaartigen Ausläufer vor (Kaulquappenform). Beim klarzelligen Syringom ist das Zytoplasma durch Glykogen hell.
Diagnostik
- Meist klinische Diagnose anhand des typischen Bildes.
- Zur Abgrenzung vom mikrozystischen Adnexkarzinom, das tief in Dermis und Subkutis infiltriert, ist eine Biopsie über die gesamte Hautdicke nötig.
- Eruptive Syringome werden klinisch oft nicht vermutet und erst histologisch erkannt.
- Beim klarzelligen Syringom ist eine Abklärung auf eine gestörte Glukosetoleranz angezeigt.
Differenzialdiagnosen
- Trichoepitheliom
- Hidrozystom (ekkrin und apokrin)
- Milien (Milium)
- Basalzellkarzinom (Basaliom)
- Fibrofollikulom (Birt-Hogg-Dubé)
- Epidermoidzyste
- Talgdrüsenhyperplasie
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Erwähnt in
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.