Hidrozystom (ekkrin und apokrin)

Synonyme
Hidrocystom, Hydrozystom, Schweißdrüsenzyste, Moll-Zyste, apokrines Zystadenom, hidrocystoma, hydrocystoma, apocrine cystadenoma, Moll gland cyst, sudoriferous cyst
Fachgebiet
Dermatologie · Hautanhangsgebilde
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Klinik 1
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1 Karteikarten
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Differenzialdiagnosen
  9. Weiterlernen in der App
  10. Literatur (Auswahl)
  11. Querverweise

Bilder (1)

Hidrozystom (ekkrin und apokrin) – Gesicht – klinisches Foto: kleine, durchscheinend-bläuliche Zysten an der Nase
kleine, durchscheinend-bläuliche Zysten an der Nase. (Foto: unbekannt (Commons-Nutzer), Wikimedia Commons, CC BY 2.0)unbekannt (Commons-Nutzer), „Eccrine hydrocystoma 01", CC BY 2.0, via Wikimedia Commons · CC BY 2.0 · Quelle

Definition

Hidrozystome sind gutartige zystische Läsionen der Schweißdrüsen. Man unterscheidet apokrine und ekkrine Hidrozystome; ihre Herkunft (Retentionszyste oder adenomatöse Neubildung, apokrin oder ekkrin) wird in der Literatur unterschiedlich beurteilt.

Einteilung

  • Apokrines Hidrozystom (apokrines Zystadenom): meist solitäre, durchscheinende Zyste, typischerweise am Augenlid.
  • Ekkrines Hidrozystom: häufig multipel, etwa am Unterlid oder im Gesicht.

Vorkommen & Epidemiologie

Betroffen sind vor allem Erwachsene; in zwei Fallserien (107 bzw. 20 Patienten) lag das mittlere Alter bei 56 Jahren. In einer Serie von 22 Hidrozystomen saßen 73 % an den Augenlidern. Multiple apokrine Hidrozystome der Lider kommen beim Schöpf-Schulz-Passarge-Syndrom vor, einer seltenen autosomal-rezessiven Genodermatose mit palmoplantarer Keratodermie, Hypodontie, Hypotrichose und Nageldystrophie.

Klinik

  • Meist solitärer, durchscheinender, hautfarbener bis bläulicher Knoten bzw. Papel mit gallertigem Inhalt, bevorzugt an Kopf und Hals.
  • Die bläuliche Farbe entsteht durch Lichtstreuung (Tyndall-Effekt).
  • Ekkrine Hidrozystome zeigen sich oft als mehrere kleine Papeln, teils hautfarben, teils dunkel.

Histologie

Uni- oder multilokuläre Zyste in der Dermis. Apokrin: zweischichtiges Epithel mit innen säulenförmigen, eosinophilen Zellen und Dekapitationssekretion („apokrine Schnauzen“). Ekkrin: dünnes, ein- bis zweischichtiges Epithel ohne Dekapitationssekretion.

Diagnostik

  • Klinisch (durchscheinende, bläuliche Zyste, typische Lokalisation).
  • Dermatoskopie beim ekkrinen Hidrozystom: homogenes bläulich-violettes Zentrum mit hellem Randsaum.
  • Histologie sichert die Diagnose und grenzt u. a. gegen ein Basalzellkarzinom ab.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Sweat gland lesions (Hidrocystoma)
  2. DermNet: Apocrine hidrocystoma pathology
  3. DermNet: Eccrine hidrocystoma pathology
  4. PubMed: Cutaneous lesions of the nose (PMID 20525327; Volltext über Europe PMC gelesen)
  5. PubMed: Apocrine and eccrine hidrocystomas: a clinicopathological study (PMID 34169699)
  6. PubMed: Bi-institutional retrospective study on the demographics and basic clinical presentation of hidrocystomas (PMID 28722532)
  7. PubMed: Hidrocystomas--a brief review (PMID 17406184)
  8. PubMed: Pale halo surrounding a homogeneous bluish-purplish central area: dermoscopic clue for eccrine hidrocystoma (PMID 26693090)

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.