Milien (Milium)

Übersicht
- Definition: 1–2 mm große, weißlich-gelbe, prall-feste epidermale Hornzysten — im Grunde eine Miniaturform der Epidermalzyste.
- Primäre Milien: ohne Vorschädigung, Prädilektion periorbital und Wangen. Als Milia neonatorum bei rund 40–50 % der Neugeborenen und spontan rückbildend.
- Sekundäre Milien: in abgeheilten Blasen/Narben — Leitbefund bei Epidermolysis bullosa acquisita und Porphyria cutanea tarda; außerdem nach Dermabrasion, Verbrennung und unter topischen Kortikosteroiden.
- Abgrenzung: Syringome (weich, hautfarben, Unterlid), Xanthelasmen (gelbe Plaques), Talgdrüsenhyperplasie (zentrale Delle) — Milien sind derb und weiß, ohne zentrale Delle.
Differenzialdiagnosen
- Akne comedonica
- Epidermoidzyste
- Ekkrines Hidrozystom
- Syringom
- Trichoepitheliom
- Talgdrüsenhyperplasie
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