Sectionarbenschwangerschaft
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- Synonyme
- Narbenschwangerschaft, Sectionarbengravidität
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Frühschwangerschaft
- Bilder
- Sonographie 1
- Prüfungsrelevanz
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- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
Sectionarbenschwangerschaft
- Definition: Einnistung der Fruchtanlage in der Sectionarbe des unteren Uterinsegments.
- Sonographie: leeres Cavum und leerer Zervikalkanal, Fruchtsack in der Narbe, dünnes Myometrium zur Blase.
- Gefahr: massive Blutung und Uterusruptur bei fortschreitendem Wachstum, Übergang in ein Placenta-accreta-Spektrum.
- Die Sectionarbenschwangerschaft ist eine Extrauteringravidität, bei der sich die Fruchtanlage im Muskel- oder Bindegewebe der Narbe nach früherer Sectio einnistet.
Einteilung
- Nach Vial werden zwei Typen unterschieden: Beim ersten entwickelt sich die in der Narbe implantierte Schwangerschaft in Richtung Isthmus und Cavum uteri, mit hohem Risiko massiver Blutungen aus der Implantationsstelle; beim zweiten implantiert sie tief in einer geschädigten Narbe und führt bereits im ersten Trimenon zu Uterusruptur und Blutung.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die Häufigkeit liegt bei etwa 1:1800 bis 1:2226 aller Schwangerschaften; nach Sectio beträgt sie etwa 0,15 % und macht 6,1 % der Extrauteringraviditäten bei Frauen nach mindestens einer Sectio aus.
- Mit steigender Sectiorate und besserer Transvaginalsonografie wird sie zunehmend häufiger diagnostiziert.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Anfangs verläuft sie oft asymptomatisch; führendes Zeichen ist eine vaginale Blutung ohne Schmerzen.
- Komplikationen sind Uterusruptur, Blutung, Gerinnungsstörungen bis hin zum mütterlichen Tod.
Diagnostik
- Typisch sind ein leeres Cavum uteri und ein leerer Zervikalkanal, Fruchthöhle oder Plazenta in der Sectionarbe, eine sehr dünne Myometriumschicht zur Blase (etwa 1–3 bis 4,6 mm) und eine kräftige Vaskularisation um die Narbe.
- In der Farbdopplersonografie zeigt sich ein Fluss mit systolischer Spitzengeschwindigkeit über 20 cm/s und Pulsatilitätsindex unter 1; das Sliding-Sign ist negativ.
- 3D-Sonografie und MRT stellen die Beziehung der Fruchthöhle zur Harnblase dar.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Frühschwangerschaft
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.
