Interstitielle (kornuale) Gravidität
Prüfungsrelevanz: in 3 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 125
- Synonyme
- kornuale Gravidität, Tubenwinkelschwangerschaft
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Frühschwangerschaft
- Prüfungsrelevanz
- 3 von 197 Protokollen · Rang 125
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Definition
- Die interstitielle Gravidität ist eine Extrauteringravidität im interstitiellen Tubenabschnitt, also dem Teil der Tube, der durch die Uteruswand zieht.
- Interstitielle und kornuale Gravidität sind klinisch schwer zu trennen und werden von vielen Autoren gleichgesetzt.
Einteilung
Interstitielle und Zervixgravidität
- Die interstitielle (kornuale) Gravidität ist im intramuralen Tubenabschnitt lokalisiert und rupturiert im Vergleich zur ampullären Form später und mit massiver Blutung.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Der intramurale Tubenabschnitt kann sich vor einer Ruptur deutlich dehnen, sodass die Schwangerschaft bis zur 7.–16. SSW asymptomatisch bleiben kann.
- Wegen der starken Vaskularisation der Region droht bei Ruptur eine lebensbedrohliche Blutung mit Hämoperitoneum; die Mortalität wird mit 2,0–2,5 % angegeben.
Diagnostik
- Sonografisch typisch sind das Interstitial-Line-Sign (echogene Linie zwischen der exzentrisch gelegenen Fruchthöhle und dem Cavum) und eine von Myometrium umgebene Fruchthöhle.
- Die 3D-Sonografie lokalisiert die Schwangerschaft noch genauer; die MRT hilft bei der Abgrenzung von einer Angularschwangerschaft.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.