Gestationelle Trophoblastneoplasie (Chorionkarzinom)
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- Synonyme
- Chorionkarzinom, invasive Mole, persistierende Trophoblasterkrankung, GTN
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Frühschwangerschaft
- Bilder
- Sonographie 2
- Prüfungsrelevanz
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (2)
Sonographie
SonographieDefinition
- Die gestationelle Trophoblastneoplasie (GTN) umfasst die malignen, nicht molaren Formen der Trophoblasterkrankungen: invasive Mole, Chorionkarzinom, epitheloider Trophoblasttumor (ETT) und Plazentabett-Tumor (PSTT).
- Das Chorionkarzinom ist eine seltene, aggressive Neoplasie; die gestationelle Form entsteht nach Blasenmole, normaler Schwangerschaft oder Abort.
Einteilung
Persistierende Trophoblasterkrankung
- Kriterien für eine persistierende Trophoblasterkrankung sind unter anderem ein beta-hCG-Plateau über drei Wochen oder ein Anstieg über zwei Wochen.
- Die Einteilung erfolgt nach den anatomischen FIGO-Stadien I–IV, ergänzt um den modifizierten WHO-Prognosescore; ein Score von 0–6 gilt als niedriges, ab 7 als hohes Risiko.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die Gesamtinzidenz der GTN liegt bei etwa 1 auf 40 000 Schwangerschaften.
- Nach kompletter Blasenmole entwickeln etwa 15 % eine invasive Mole und 5 % eine Metastasierung; ein Chorionkarzinom folgt 2–3 % der Blasenmolen, häufiger der kompletten als der partiellen.
- Chorionkarzinome folgen meist einer Blasenmole, einer Fehlgeburt oder einer Extrauteringravidität; etwa einem Viertel geht eine ausgetragene Schwangerschaft voraus.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Leitsymptome der Trophoblasterkrankungen sind vaginale Blutung und ein rasch wachsender Uterus; anhaltende Blutungen nach einer Geburt lassen an ein Chorionkarzinom denken.
- Das Chorionkarzinom äußert sich häufig erst durch Metastasen in Lunge, Leber oder Gehirn, etwa mit neurologischen Symptomen; es kann Wochen bis Jahre nach der auslösenden Schwangerschaft auftreten.
Histologie
- Das Chorionkarzinom ist ein maligner Tumor des Trophoblastepithels: Säulen und Verbände von Trophoblastgewebe infiltrieren Myometrium und Gefäße, mit Blutungen und Nekrosen.
- Im Unterschied zu Blasenmole und invasiver Mole, bei der Zottenstrukturen erhalten bleiben, fehlen beim Chorionkarzinom Zotten.
Diagnostik
- Eine postmolare GTN wird meist anhand des hCG-Verlaufs erkannt: hCG-Plateau über 3 Wochen, Anstieg über 2 Wochen (3 Werte) oder noch nachweisbares hCG 6 Monate nach der Blasenmole; beim Chorionkarzinom ist das β-hCG typischerweise hoch.
- Zur Ausbreitungsdiagnostik gehört eine CT von Thorax, Abdomen und Becken; Sonografie oder MRT des Beckens stellen den Uterustumor dar, Metastasen außerhalb der Lunge treten meist erst nach Lungenmetastasen auf.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Frühschwangerschaft
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.