Gestationelle Trophoblastneoplasie (Chorionkarzinom)

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Synonyme
Chorionkarzinom, invasive Mole, persistierende Trophoblasterkrankung, GTN
Fachgebiet
Geburtshilfe · Frühschwangerschaft
Bilder
Sonographie 2
Prüfungsrelevanz
2 von 197 Protokollen · Rang 144
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Gestationelle Trophoblastneoplasie (Chorionkarzinom) – Sonographie: Schneegestöber: honigwabenartiges Binnenmuster der molaren Plazenta im Ultraschall (Foto: Abou Chakra R, Arab W, El Kassis N, Nassar M, El Ghoul K, Atallah D. (Case reports in obstetrics …Sonographie
Schneegestöber: honigwabenartiges Binnenmuster der molaren Plazenta im Ultraschall (Foto: Abou Chakra R, Arab W, El Kassis N, Nassar M, El Ghoul K, Atallah D. (Case reports in obstetrics …Bild: Abou Chakra R, Arab W, El Kassis N, Nassar M, El Ghoul K, Atallah D. (Case reports in obstetrics and gynecology 2026) · CC BY 4.0 · Quelle
Gestationelle Trophoblastneoplasie (Chorionkarzinom) – Sonographie: Transvaginalsonogramm einer Blasenmole: traubenartiges, vesikuläres Binnenmuster im CavumSonographie
Transvaginalsonogramm einer Blasenmole: traubenartiges, vesikuläres Binnenmuster im CavumBild: Mikael Häggström (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle
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Definition

  • Die gestationelle Trophoblastneoplasie (GTN) umfasst die malignen, nicht molaren Formen der Trophoblasterkrankungen: invasive Mole, Chorionkarzinom, epitheloider Trophoblasttumor (ETT) und Plazentabett-Tumor (PSTT).
  • Das Chorionkarzinom ist eine seltene, aggressive Neoplasie; die gestationelle Form entsteht nach Blasenmole, normaler Schwangerschaft oder Abort.

Einteilung

Persistierende Trophoblasterkrankung

  • Kriterien für eine persistierende Trophoblasterkrankung sind unter anderem ein beta-hCG-Plateau über drei Wochen oder ein Anstieg über zwei Wochen.
  • Die Einteilung erfolgt nach den anatomischen FIGO-Stadien I–IV, ergänzt um den modifizierten WHO-Prognosescore; ein Score von 0–6 gilt als niedriges, ab 7 als hohes Risiko.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die Gesamtinzidenz der GTN liegt bei etwa 1 auf 40 000 Schwangerschaften.
  • Nach kompletter Blasenmole entwickeln etwa 15 % eine invasive Mole und 5 % eine Metastasierung; ein Chorionkarzinom folgt 2–3 % der Blasenmolen, häufiger der kompletten als der partiellen.
  • Chorionkarzinome folgen meist einer Blasenmole, einer Fehlgeburt oder einer Extrauteringravidität; etwa einem Viertel geht eine ausgetragene Schwangerschaft voraus.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Leitsymptome der Trophoblasterkrankungen sind vaginale Blutung und ein rasch wachsender Uterus; anhaltende Blutungen nach einer Geburt lassen an ein Chorionkarzinom denken.
  • Das Chorionkarzinom äußert sich häufig erst durch Metastasen in Lunge, Leber oder Gehirn, etwa mit neurologischen Symptomen; es kann Wochen bis Jahre nach der auslösenden Schwangerschaft auftreten.

Histologie

  • Das Chorionkarzinom ist ein maligner Tumor des Trophoblastepithels: Säulen und Verbände von Trophoblastgewebe infiltrieren Myometrium und Gefäße, mit Blutungen und Nekrosen.
  • Im Unterschied zu Blasenmole und invasiver Mole, bei der Zottenstrukturen erhalten bleiben, fehlen beim Chorionkarzinom Zotten.

Diagnostik

  • Eine postmolare GTN wird meist anhand des hCG-Verlaufs erkannt: hCG-Plateau über 3 Wochen, Anstieg über 2 Wochen (3 Werte) oder noch nachweisbares hCG 6 Monate nach der Blasenmole; beim Chorionkarzinom ist das β-hCG typischerweise hoch.
  • Zur Ausbreitungsdiagnostik gehört eine CT von Thorax, Abdomen und Becken; Sonografie oder MRT des Beckens stellen den Uterustumor dar, Metastasen außerhalb der Lunge treten meist erst nach Lungenmetastasen auf.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Gestationelle Trophoblastneoplasie (Chorionkarzinom) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Gestational Trophoblastic Disease (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Gestational Trophoblastic Disease
  3. DocCheck Flexikon, Blasenmole

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.