Schwangerschaft unbekannter Lokalisation (PUL)

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Synonyme
PUL
Fachgebiet
Geburtshilfe · Frühschwangerschaft
Bilder
Sonographie 1
Prüfungsrelevanz
3 von 197 Protokollen · Rang 125
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (1)

Schwangerschaft unbekannter Lokalisation (PUL) – Sonographie: Leeres Cavum nach komplettem Abort: kein Fruchtsack mehr, Endometrium 7 mmSonographie
Leeres Cavum nach komplettem Abort: kein Fruchtsack mehr, Endometrium 7 mmBild: Mikael Häggström (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle

Definition

Definition und mögliche Ausgänge

  • Eine Schwangerschaft unbekannter Lokalisation (PUL) liegt bei positivem Schwangerschaftstest und messbarem beta-hCG vor, wenn sonographisch keine intra- oder extrauterine Fruchthöhle sichtbar ist.
  • Eine seltene Verlaufsform ist die persistierende PUL, bei der die Lokalisation auch im Verlauf unklar bleibt.
  • Eine Schwangerschaft unbekannter Lokalisation (PUL) liegt vor, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist, die Transvaginalsonografie die Schwangerschaft aber weder intra- noch extrauterin lokalisieren kann.
  • Es handelt sich um eine Klassifikation und nicht um eine Diagnose.

Einteilung

  • Als endgültiger Ausgang werden unterschieden: intrauterine Schwangerschaft (intakt oder nicht intakt), nicht lokalisierte, abgelaufene Schwangerschaft (failed PUL), Extrauteringravidität und persistierende PUL.
  • Eine persistierende PUL wird häufig definiert als mehr als drei serielle hCG-Werte mit einer Änderung unter 15 %, ohne dass sich die Schwangerschaft sonografisch lokalisieren lässt.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Der Anteil früher Schwangerschaften, die initial als PUL eingestuft werden, liegt je nach Einrichtung zwischen 8 und 42 %; ein niedriger Anteil spricht für eine gute Qualität der Frühschwangerschaftssonografie.
  • Am häufigsten endet eine PUL als failed PUL (47–70 %), seltener als intrauterine Schwangerschaft (17–41 %) oder Extrauteringravidität (8–16 %).

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Viele Patientinnen stellen sich mit Unterbauchschmerzen oder vaginaler Blutung vor; diese Symptome erlauben jedoch keine Abschätzung, welche PUL ein hohes Komplikationsrisiko trägt.

Diagnostik

  • Einzelne hCG-Messungen sind wenig aussagekräftig; wegweisend ist der hCG-Quotient aus dem 48-Stunden-Wert und dem Ausgangswert.
  • Ein Quotient unter 0,87 (Abfall um mindestens 13 %) spricht für eine failed PUL, ein Quotient über 1,66 für eine intrauterine Schwangerschaft; Werte dazwischen passen eher zu einer Extrauteringravidität oder persistierenden PUL.
  • Ein Serum-Progesteron von höchstens 10 nmol/l ist mit einer nicht intakten Schwangerschaft assoziiert; Progesteron sagt die Vitalität, nicht aber die Lokalisation vorher.
  • Eine einzelne hCG-Diskriminationszone eignet sich nicht, um eine Extrauteringravidität anzunehmen.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Schwangerschaft unbekannter Lokalisation (PUL) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Womens Health (Lond) 2017: Factors to consider in pregnancy of unknown location (PMC, Open Access)
  2. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Ectopic Pregnancy (Pregnancy of Unknown Location)
  3. DocCheck Flexikon, Extrauteringravidität

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.