Schwangerschaft unbekannter Lokalisation (PUL)
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- Synonyme
- PUL
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Frühschwangerschaft
- Bilder
- Sonographie 1
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
Definition und mögliche Ausgänge
- Eine Schwangerschaft unbekannter Lokalisation (PUL) liegt bei positivem Schwangerschaftstest und messbarem beta-hCG vor, wenn sonographisch keine intra- oder extrauterine Fruchthöhle sichtbar ist.
- Eine seltene Verlaufsform ist die persistierende PUL, bei der die Lokalisation auch im Verlauf unklar bleibt.
- Eine Schwangerschaft unbekannter Lokalisation (PUL) liegt vor, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist, die Transvaginalsonografie die Schwangerschaft aber weder intra- noch extrauterin lokalisieren kann.
- Es handelt sich um eine Klassifikation und nicht um eine Diagnose.
Einteilung
- Als endgültiger Ausgang werden unterschieden: intrauterine Schwangerschaft (intakt oder nicht intakt), nicht lokalisierte, abgelaufene Schwangerschaft (failed PUL), Extrauteringravidität und persistierende PUL.
- Eine persistierende PUL wird häufig definiert als mehr als drei serielle hCG-Werte mit einer Änderung unter 15 %, ohne dass sich die Schwangerschaft sonografisch lokalisieren lässt.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Der Anteil früher Schwangerschaften, die initial als PUL eingestuft werden, liegt je nach Einrichtung zwischen 8 und 42 %; ein niedriger Anteil spricht für eine gute Qualität der Frühschwangerschaftssonografie.
- Am häufigsten endet eine PUL als failed PUL (47–70 %), seltener als intrauterine Schwangerschaft (17–41 %) oder Extrauteringravidität (8–16 %).
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Viele Patientinnen stellen sich mit Unterbauchschmerzen oder vaginaler Blutung vor; diese Symptome erlauben jedoch keine Abschätzung, welche PUL ein hohes Komplikationsrisiko trägt.
Diagnostik
- Einzelne hCG-Messungen sind wenig aussagekräftig; wegweisend ist der hCG-Quotient aus dem 48-Stunden-Wert und dem Ausgangswert.
- Ein Quotient unter 0,87 (Abfall um mindestens 13 %) spricht für eine failed PUL, ein Quotient über 1,66 für eine intrauterine Schwangerschaft; Werte dazwischen passen eher zu einer Extrauteringravidität oder persistierenden PUL.
- Ein Serum-Progesteron von höchstens 10 nmol/l ist mit einer nicht intakten Schwangerschaft assoziiert; Progesteron sagt die Vitalität, nicht aber die Lokalisation vorher.
- Eine einzelne hCG-Diskriminationszone eignet sich nicht, um eine Extrauteringravidität anzunehmen.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.
