Pityriasis alba

Synonyme
Pityriasis simplex faciei, Pityriasis alba faciei, weiße Flecken im Gesicht beim Kind, white patches on the face
Fachgebiet
Dermatologie · Entzündliche Hauterkrankungen
Bilder
Klinik 1
In der App
3 Karteikarten
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Differenzialdiagnosen
  8. Weiterlernen in der App
  9. Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (1)

Pityriasis alba – Kind – KI-Illustration (kein Patientenfoto): feinschuppige hypopigmentierte Maculae im Gesicht (5-jährige(r) Patient, Wange)KI-Illustration
feinschuppige hypopigmentierte Maculae im Gesicht (5-jährige(r) Patient, Wange)KI-generierte Illustration zu Lehrzwecken – kein echtes Patientenfoto.

Definition

Die Pityriasis alba ist eine milde Ekzemform, die vor allem bei Kindern auftritt und häufig mit atopischer Dermatitis einhergeht. Der Name beschreibt das Bild: „Pityriasis“ steht für die feine Schuppung, „alba“ für die helle Farbe (Hypopigmentierung).

Vorkommen & Epidemiologie

Weltweit häufig, die Prävalenz bei Kindern liegt bei etwa 5 %. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 16 Jahren, Jungen und Mädchen gleich oft. Bei dunkler Haut ist die Hypopigmentierung auffälliger und die Erkrankung vermutlich häufiger.

Ätiopathogenese

Die Ursache ist unbekannt. Trockene Haut und atopische Dermatitis bestehen oft gleichzeitig. Sonnenexposition macht die Herde sichtbarer, weil die umgebende Haut bräunt. Weitere diskutierte Faktoren wie Spurenelementmangel oder Malassezia-Hefen sind nicht gesichert.

Klinik

  • Meist 1–20 runde, ovale oder unregelmäßige Flecken oder dünne Plaques von 0,5–5 cm, überwiegend unscharf begrenzt.
  • Bevorzugt an Wangen und Kinn, auch an Hals, Schultern und Oberarmen; kaum oder kein Juckreiz.
  • Typische Abfolge: leicht schuppender rosa Fleck → hypopigmentierter Fleck mit feiner Schuppung → schuppenfreie postinflammatorische Hypopigmentierung → Rückbildung.
  • Hypopigmentierung im Sommer, Trockenheit und Schuppung im Winter auffälliger. Die Herde bilden sich im Mittel nach etwa einem Jahr zurück, die Hautfarbe normalisiert sich vollständig; Rezidive kommen vor.

Diagnostik

  • Klinisch.
  • Wood-Licht: keine Verstärkung der Hypopigmentierung, keine Fluoreszenz.
  • Pilzdiagnostik (Mikroskopie, Kultur) negativ.
  • Dermatoskopie: unscharf begrenztes helles Areal, weiße strukturlose Bereiche, schwaches Pigmentnetz, feine weiße Schuppung, normal pigmentierte Haare.
  • Biopsie selten nötig: leichte spongiotische Dermatitis, vermindertes Melanin.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Pityriasis alba
  2. PubMed: Pityriasis Alba--Common Disease, Enigmatic Entity: Up-to-Date Review of the Literature (PMID 26477326)
  3. PubMed: Pityriasis alba revisited: perspectives on an enigmatic disorder of childhood (PMID 21416771)

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.