Amelanotisches Melanom

Synonyme
amelanotisches malignes Melanom, hypomelanotisches Melanom, pigmentarmes Melanom, Amelanotic melanoma, Hypomelanotic melanoma
Fachgebiet
Dermatologie · Hauttumoren
Bilder
Klinik 1 · Histologie 1
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5 Karteikarten
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Klinik
  5. Diagnostik
  6. Differenzialdiagnosen
  7. Weiterlernen in der App
  8. Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (2)

Amelanotisches Melanom – klinisches Foto: Rötlicher, pigmentarmer Knoten – amelanotisches malignes Melanom
Rötlicher, pigmentarmer Knoten – amelanotisches malignes MelanomDr. Thomas Brinkmeier, „Amelanotisches, malignes Melanom, ©wikiderm.de", CC BY 4.0, via Wikimedia Commons · CC BY 4.0 · Quelle
Amelanotisches Melanom – HistologieHistologie
Amelanotisches Melanom – HistologieYale Rosen, „Metastatic melanoma Case 171", CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 · Quelle
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Definition

Beim amelanotischen Melanom bilden die Tumorzellen kein oder kaum Pigment. Der Begriff wird häufig auch für nur teilweise pigmentfreie (hypomelanotische) Melanome verwendet; vollständig pigmentfreie Melanome sind selten. Jeder Melanomtyp kann amelanotisch sein.

Vorkommen & Epidemiologie

Je nach Definition werden etwa 2–20 % aller Melanome als amelanotisch eingeordnet. Risikofaktoren sind höheres Alter, chronisch lichtgeschädigte Haut, helle Haut, rote Haare, ausgeprägte Sommersprossen und Neigung zu Sonnenbrand; auch bei Kindern ist der Anteil amelanotischer Melanome beträchtlich. Von den subungualen Melanomen sind etwa 25 %, von den desmoplastischen Melanomen über 50 % amelanotisch.

Klinik

  • Hautfarbene, rosa oder rote Flecken, Plaques oder Knoten, mitunter schuppend; am Rand zum Teil zart hellbraun oder grau pigmentiert; Begrenzung scharf oder unscharf.
  • Noduläre Formen ähneln einem hautfarbenen Nävus oder einem Basalzellkarzinom; weitere Verwechslungen sind u. a. Granuloma pyogenicum und Keratoakanthom.
  • Die ABCDE-Kriterien sind oft nicht erfüllt; hilfreich ist die Frage nach rot, erhaben, kürzlich verändert.
  • Metastasen eines Melanoms können amelanotisch sein, auch wenn der Primärtumor pigmentiert war.

Diagnostik

  • Anamnese einer neuen oder sich verändernden Läsion und Inspektion der gesamten Haut.
  • Dermatoskopie: Entscheidend ist das Gefäßmuster – polymorphe Gefäße, am häufigsten die Kombination aus punktförmigen und linearen irregulären Gefäßen, milchig-rote Areale; gegebenenfalls Reste unregelmäßiger Pigmentierung.
  • Histologie sichert die Diagnose. Das Fehlen von Melaningranula (z. B. in der Fontana-Masson-Färbung) erschwert die Einordnung; die Immunhistochemie weist die melanozytäre Herkunft nach. Befundet werden u. a. Tumordicke nach Breslow, Ulzeration und Mitoserate.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Amelanotic melanoma
  2. MSD Manual Professional: Melanoma (Abschnitt Amelanotic melanoma)

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.