Amelanotisches Melanom
- Synonyme
- amelanotisches malignes Melanom, hypomelanotisches Melanom, pigmentarmes Melanom, Amelanotic melanoma, Hypomelanotic melanoma
- Fachgebiet
- Dermatologie · Hauttumoren
- Bilder
- Klinik 1 · Histologie 1
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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HistologieDefinition
Beim amelanotischen Melanom bilden die Tumorzellen kein oder kaum Pigment. Der Begriff wird häufig auch für nur teilweise pigmentfreie (hypomelanotische) Melanome verwendet; vollständig pigmentfreie Melanome sind selten. Jeder Melanomtyp kann amelanotisch sein.
Vorkommen & Epidemiologie
Je nach Definition werden etwa 2–20 % aller Melanome als amelanotisch eingeordnet. Risikofaktoren sind höheres Alter, chronisch lichtgeschädigte Haut, helle Haut, rote Haare, ausgeprägte Sommersprossen und Neigung zu Sonnenbrand; auch bei Kindern ist der Anteil amelanotischer Melanome beträchtlich. Von den subungualen Melanomen sind etwa 25 %, von den desmoplastischen Melanomen über 50 % amelanotisch.
Klinik
- Hautfarbene, rosa oder rote Flecken, Plaques oder Knoten, mitunter schuppend; am Rand zum Teil zart hellbraun oder grau pigmentiert; Begrenzung scharf oder unscharf.
- Noduläre Formen ähneln einem hautfarbenen Nävus oder einem Basalzellkarzinom; weitere Verwechslungen sind u. a. Granuloma pyogenicum und Keratoakanthom.
- Die ABCDE-Kriterien sind oft nicht erfüllt; hilfreich ist die Frage nach rot, erhaben, kürzlich verändert.
- Metastasen eines Melanoms können amelanotisch sein, auch wenn der Primärtumor pigmentiert war.
Diagnostik
- Anamnese einer neuen oder sich verändernden Läsion und Inspektion der gesamten Haut.
- Dermatoskopie: Entscheidend ist das Gefäßmuster – polymorphe Gefäße, am häufigsten die Kombination aus punktförmigen und linearen irregulären Gefäßen, milchig-rote Areale; gegebenenfalls Reste unregelmäßiger Pigmentierung.
- Histologie sichert die Diagnose. Das Fehlen von Melaningranula (z. B. in der Fontana-Masson-Färbung) erschwert die Einordnung; die Immunhistochemie weist die melanozytäre Herkunft nach. Befundet werden u. a. Tumordicke nach Breslow, Ulzeration und Mitoserate.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.