Spitz-Nävus (Spindel- und Epitheloidzellnävus)
- Synonyme
- Spitz-Nävus, Spitz-Naevus, Spindelzellnävus, Epitheloidzellnävus, Reed-Nävus, pigmentierter Spindelzelltumor Reed, Spitz nevus, Reed naevus
- Fachgebiet
- Dermatologie · Hauttumoren
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- Klinik 1 · Dermatoskopie 1 · Histologie 4
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
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Histologie
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HistologieDefinition
Der Spitz-Nävus ist ein seltener, benigner melanozytärer Nävus aus epitheloiden und/oder spindelförmigen Melanozyten. Klinisch und histologisch kann er einem Melanom ähneln. Er gehört zum Spektrum der Spitz-Tumoren, das Spitz-Nävus, Spitz-Melanozytom (intermediär) und seltenes Spitz-Melanom umfasst.
Vorkommen & Epidemiologie
Spitz-Nävi treten vor allem bei Kindern auf; 70 % werden in den ersten 20 Lebensjahren diagnostiziert. Sie kommen auch bei Erwachsenen vor, am häufigsten bei hellen Hauttypen.
Ätiopathogenese
Kennzeichnend ist ein eigener molekularer Weg, v. a. Kinasefusionen oder HRAS-Veränderungen; er grenzt echte Spitz-Neoplasien von Spitz-ähnlichen Nävi und Melanomen mit konventionellen Treibermutationen ab.
Klinik
- Klassisch: kuppelförmige, rote bis rotbraune Papel.
- Pigmentiert: hell- bis dunkelbraune Papel oder Knoten.
- Pigmentierter Spindelzelltumor Reed: bläulich-schwarze Papel.
- Größe wenige Millimeter bis 1–2 cm, bevorzugt Gesicht und Extremitäten, meist einzeln.
- Typisch ist rasches Wachstum über einige Monate, danach oft jahrelanger Stillstand; spontane Rückbildung ist möglich.
Histologie
Meist symmetrischer Compound-Nävus aus Nestern charakteristischer epitheloider Zellen (klassischer und pigmentierter Typ) bzw. spindelförmiger Zellen (Reed); beide Zelltypen können nebeneinander vorkommen. Die Abgrenzung atypischer Spitz-Tumoren vom Melanom ist histologisch oft schwierig.
Diagnostik
- Dermatoskopie: klassisch gleichmäßig verteilte punktförmige oder rundliche Gefäße; pigmentiert Starburst- oder globuläres Muster, später homogen; Reed tief pigmentiertes Starburst-Muster mit Pseudopodien. Kein Muster grenzt sicher vom Melanom ab.
- Histologische Sicherung, besonders bei älteren Kindern und Erwachsenen; in unklaren Fällen helfen molekulare Untersuchungen.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Erwähnt in
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.