Pinta (Carate)
- Synonyme
- Carate, Mal del pinto, Treponema carateum, endemische Treponematose, endemic treponematosis
- Fachgebiet
- Dermatologie · Bakterielle Infektionen
- Bilder
- Klinik 1
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
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KI-IllustrationDefinition
Die Pinta ist eine chronische endemische Treponematose durch Treponema carateum. Anders als Frambösie und Syphilis befällt sie ausschließlich die Haut.
Vorkommen & Epidemiologie
Sie kommt nur in verstreuten ländlichen Gebieten Mittel- und Südamerikas vor und wurde im 16. Jahrhundert in Mexiko erstmals beschrieben. Die WHO führt 15 lateinamerikanische Länder als früher endemisch; die heutige Häufigkeit ist mangels Daten unbekannt. Betroffen sind vor allem Kinder und junge Erwachsene.
Ätiopathogenese
Der genaue Übertragungsweg ist unbekannt; vermutlich erfolgt die Ansteckung durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt.
Klinik
- Primärstadium: nach einer Inkubationszeit von 2–3 Wochen eine oder mehrere Papeln, die langsam zu juckenden, roten, schuppenden Plaques heranwachsen; bevorzugt an freiliegender Haut (Fußrücken, Beine, Handrücken, Unterarme). Regionale Lymphknoten können anschwellen, Allgemeinsymptome fehlen.
- Sekundärstadium: nach 6 Monaten bis 3 Jahren ausgedehntere Papeln und Plaques („Pintide“) mit Pigmentstörung und Schuppung; die Herde können rot, weiß, blau, violett oder braun sein.
- Tertiärstadium: Spätläsionen mit vollständigem Pigmentverlust (achromisch) und Atrophie der Haut.
Diagnostik
- Meist anhand des klinischen Bildes und der Herkunft aus einem früheren Endemiegebiet.
- Syphilis-Serologie positiv; T. carateum ist weder morphologisch noch serologisch von den Erregern der Syphilis, Frambösie und Bejel unterscheidbar.
- Dunkelfeldmikroskopie von Abstrichen früher Läsionen.
- Biopsie: in frühen Läsionen Treponemen in der Silberfärbung nachweisbar.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Erwähnt in
Weitere bakterielle Hautinfektionen
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.