Okulokutaner Albinismus
- Synonyme
- Albinismus, OCA, okulärer Albinismus, Albinismus Typ 1, albinism, oculocutaneous albinism, OCA1, OCA2
- Fachgebiet
- Dermatologie · Pigmentstörungen
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- Klinik 1
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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KI-IllustrationDefinition
Der okulokutane Albinismus (OCA) ist eine Gruppe seltener erblicher Störungen der Melaninbildung. Die Zahl der Melanozyten ist normal, ihre Melaninproduktion fehlt aber oder ist stark vermindert; dadurch sind Haut, Haare und Augen diffus hypopigmentiert. Beim okulären Albinismus sind dagegen vorwiegend die Augen betroffen.
Einteilung
Bekannt sind 8 genetische Formen, von denen die ersten 4 gut charakterisiert sind; OCA1 und OCA2 sind am häufigsten.
- OCA1A (TYR, fehlende Tyrosinaseaktivität): milchweiße Haut und Haare, blaugraue Augen, stärkste Sehminderung; Nävi unpigmentiert.
- OCA1B (verminderte Tyrosinaseaktivität): unterschiedlich ausgeprägte Pigmentverdünnung.
- OCA2 (OCA2-Gen): geringe bis mäßige Pigmentverdünnung, an lichtexponierter Haut Lentigines; häufigste Form in Afrika.
- OCA3 (TYRP1): braune Haut, rötliche Haare; nur bei sonst dunkler Haut.
- OCA4 (SLC45A2): ähnlich OCA2.
Vorkommen & Epidemiologie
OCA kommt weltweit bei Menschen jeder Herkunft vor. Die Vererbung ist meist autosomal-rezessiv, autosomal-dominante Formen sind selten. Etwa 1 von 70 Menschen trägt ein Albinismus-Gen; sind beide Eltern Anlageträger, beträgt das Risiko für ein betroffenes Kind 1:4.
Klinik
- Haut: sehr hell und stark sonnenbrandgefährdet; deutlich erhöhtes Risiko für Hautkrebs, vor allem Plattenepithel- und Basalzellkarzinome, die oft kaum pigmentiert sind.
- Haare: weiß bis sehr hell.
- Augen: Iristransluzenz, verminderte Netzhautpigmentierung, Fovea-Hypoplasie und fehlgeleitete Sehnervenfasern im Chiasma; daraus Lichtscheu, Nystagmus, Strabismus und herabgesetzte Sehschärfe.
Diagnostik
- Diagnose anhand von Haut- und Augenbefund; eine augenärztliche Untersuchung ist erforderlich (Iristransluzenz, Netzhautpigment, Fovea-Hypoplasie, Nystagmus).
- Da sich die Subtypen klinisch nicht immer unterscheiden lassen, kann eine molekulargenetische Untersuchung hilfreich sein.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Erwähnt in
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.