Cutis laxa (generalisierte Elastolyse)
- Synonyme
- Cutis laxa, generalisierte Elastolyse, Dermatochalasis generalisata, erworbene Cutis laxa, generalised elastolysis, acquired cutis laxa, lax skin
- Fachgebiet
- Dermatologie · Bindegewebserkrankungen
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- Klinik 1
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
Die Cutis laxa ist eine seltene Erkrankung des elastischen Gewebes mit schlaffer, überschüssiger, wenig elastischer Haut, die in Falten herabhängt. Es gibt hereditäre und erworbene Formen; einige gehen mit einer erheblichen Beteiligung innerer Organe einher.
Einteilung
- Hereditär: autosomal-dominanter, autosomal-rezessiver und X-chromosomal-rezessiver Erbgang; genetisch heterogen (u. a. Mutationen in Elastin- und Fibulin-Genen sowie in ATP6V0A2 mit Störung der Proteinglykosylierung). Bei den meisten hereditären Formen sind mehrere Organsysteme betroffen.
- Erworben: nicht erblich, Beginn in jedem Alter (in einer Literaturübersicht von 110 Fällen mittleres Alter 36,4 Jahre). Am häufigsten mit entzündlichen (43 %) und neoplastischen Erkrankungen (27 %) assoziiert, in 10 % mit einem bestimmten Medikament.
Klinik
- Schlaffe, unelastische, herabhängende Hautfalten mit vermindertem Zurückfedern nach Dehnung; das Gesicht wirkt vorgealtert.
- Hereditäre Formen: Betonung um Augen, Gesicht, Hals, Schultern und Oberschenkel. Autosomal-rezessive Formen beginnen meist im Säuglingsalter, mit u. a. Lungenemphysem, Hernien, Divertikeln (Ösophagus, Duodenum, Harnblase), Aortenaneurysma und Skelettauffälligkeiten. Bei der autosomal-dominanten Form ist die Haut oft allein betroffen.
- Erworbene Formen: v. a. in zuvor entzündeten Arealen, z. B. nach Urtikaria, Angioödem oder ausgedehnten entzündlichen Dermatosen; beschriebene Assoziationen u. a. Komplementmangel, Lupus erythematodes, Sarkoidose, multiples Myelom, Amyloidose.
Histologie
Dermale elastische Fasern sind vermindert, fragmentiert und verkürzt; in der HE-Färbung oft schwer erkennbar, deutlich in der Elastikafärbung (Orcein). Mitunter Riesenzellen mit Elastikafragmenten und ein leichtes perivaskuläres lymphozytäres Infiltrat.
Diagnostik
- Diagnose meist klinisch; Hautbiopsie mit Elastikafärbung unterstützt sie, die Elektronenmikroskopie zeigt die Fragmentierung der elastischen Fasern.
- Bei Verdacht auf eine hereditäre Form genetische und gegebenenfalls biochemische Abklärung.
- Bei erworbener Form gezielte Suche nach assoziierten entzündlichen und neoplastischen Erkrankungen.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Erwähnt in
- Aktinisches Retikuloid
- Ehlers-Danlos-Syndrom
- Limitierte systemische Sklerose (CREST-Syndrom)
- Marfan-Syndrom
- Pseudoxanthoma elasticum (PXE, Grönblad-Strandberg)
- Systemische Sklerose
- Scleroedema adultorum Buschke (Skleroedem)
- Ataxia teleangiectatica (Louis-Bar-Syndrom)
- Werner-Syndrom (Progeria adultorum)
- Lipoidproteinose (Urbach-Wiethe-Syndrom)
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.
