Cornu cutaneum (Hauthorn)
- Synonyme
- Hauthorn, Keratinhorn, Cornu cutaneum, cutaneous horn, keratin horn
- Fachgebiet
- Dermatologie · Hauttumoren
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- Klinik 2 · Histologie 1
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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HistologieDefinition
Das Cornu cutaneum (Hauthorn) ist eine klinische Beschreibung, keine eigenständige Diagnose: eine harte, kegelförmige Vorwölbung aus kompaktem Keratin, die an ein Tierhorn erinnert. Entscheidend ist die Läsion an der Basis – sie kann benigne, prämaligne oder maligne sein.
Einteilung
Nach der Läsion an der Basis:
- benigne: seborrhoische Keratose, Viruswarze, epidermaler Nävus, Molluscum contagiosum, ostrazeische Psoriasis, hypertropher Lichen planus
- prämaligne oder maligne: aktinische Keratose, Morbus Bowen, Keratoakanthom, Plattenepithelkarzinom, selten Melanom
Vorkommen & Epidemiologie
Hauthörner treten vor allem im höheren Lebensalter auf (Gipfel zwischen 60 und 70 Jahren) und häufiger bei hellen Hauttypen (I–II). Männer und Frauen sind etwa gleich oft betroffen, bei Männern ist die Basis jedoch häufiger maligne. In zwei histologischen Serien lag der Anteil prämaligner oder maligner Basisläsionen bei 38,9 % (643 Hörner) bzw. 58,56 % (222 Hörner).
Klinik
- Gerade oder gebogene, harte, gelbbraune Hornbildung; die Seitenfläche ist oft terrassen- oder austernschalenartig mit horizontalen Rillen, die Basis flach, erhaben oder kraterförmig.
- Typischerweise mehr als doppelt so hoch wie die Basis breit; Größe von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern.
- Meist einzeln, bevorzugt an lichtexponierter Haut (Kopf, Ohren, Handrücken, Unterarme); meist symptomlos.
- Hinweise auf ein Plattenepithelkarzinom (ohne sichere Unterscheidung): Schmerz, Größe, Verhärtung oder Rötung der Basis, breite Basis bzw. geringes Verhältnis von Höhe zu Basis, fehlende Terrassenbildung.
Histologie
Kompakte Hyperkeratose, häufig mit Akanthose. Geordnete, horizontal parallele Keratinlagen sprechen eher für eine benigne Läsion, unregelmäßiges Wachstum für eine rasch wachsende maligne Läsion. Die Basis zeigt die Merkmale der zugrunde liegenden Läsion.
Diagnostik
Das Hauthorn selbst ist eine Blickdiagnose. Da sich benigne und maligne Basisläsionen klinisch nicht sicher unterscheiden lassen, ist die histologische Untersuchung der Hornbasis entscheidend.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Erwähnt in
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.