Mukormykose
- Synonyme
- Zygomykose, Mucormykose, kutane Mukormykose, rhinozerebrale Mukormykose, Mucormycosis, Zygomycosis, Black fungus
- Fachgebiet
- Dermatologie · Mykosen
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- Klinik 1
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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KI-IllustrationDefinition
Die Mukormykose ist eine opportunistische, oft rasch fortschreitende Infektion durch Schimmelpilze der Ordnung Mucorales (v. a. Rhizopus, Mucor, Lichtheimia), die in Erde und verrottendem Pflanzenmaterial vorkommen. Die Erreger wachsen in Gefäßwände ein; Thrombosen führen zu fortschreitenden Gewebsnekrosen.
Einteilung
Rhinozerebral bzw. rhino-orbito-zerebral (34–39 %), pulmonal (20–24 %), kutan (19–22 %), gastrointestinal und disseminiert.
Vorkommen & Epidemiologie
Wichtigster Risikofaktor weltweit ist Diabetes mellitus (besonders bei schlechter Einstellung), gefolgt von hämatologischen Neoplasien und Stammzelltransplantation; weitere sind Organtransplantation, Neutropenie und Eisenüberladung. Bis zu 20 % der Erkrankten sind immungesund, oft nach Verletzung oder Verbrennung der Haut. Die jährliche Inzidenz reicht von etwa 1 pro Million in USA und Europa bis 140 pro Million in Indien.
Klinik
- Kutane Form: primär an der Eintrittsstelle (Wunde, Verbrennung, Tätowierung, Katheter-Einstichstelle) oder sekundär bei Streuung. Schmerzhafte, indurierte, erythematöse bis livide Plaque, die rasch in eine schwarze Nekrose (Eschar) übergeht; schleichender oder fulminanter Verlauf bis zur Gangrän.
- Rhino-orbito-zerebrale Form: Nekrosen an Nasenschleimhaut oder Gaumen, Fieber, eitriges Nasensekret, Schwellung um das Auge, Exophthalmus, Sehverlust; Ausbreitung bis ins Gehirn möglich.
Diagnostik
- Sicherung durch tiefe Hautbiopsie mit Gewebe für Histologie und Kultur.
- Histologie: breite, bandartige, unseptierte Hyphen mit rechtwinkliger Verzweigung, die in Gefäßwände einwachsen.
- Kultur zur Artbestimmung, in bis zu 50 % negativ; PCR auf Pilz-DNA.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.