Idiopathische Hypomelanosis guttata

Synonyme
Hypomelanosis guttata idiopathica, IGH, weiße Altersflecken, Leukopathia guttata, idiopathic guttate hypomelanosis, white sunspots
Fachgebiet
Dermatologie · Pigmentstörungen
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Klinik 1
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2 Karteikarten
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Differenzialdiagnosen
  9. Weiterlernen in der App
  10. Literatur (Auswahl)
  11. Querverweise

Bilder (1)

Idiopathische Hypomelanosis guttata – KI-Illustration (kein Patientenfoto): Zahlreiche kleine, scharf begrenzte, porzellanweiße Maculae von wenigen Millimetern an beiden Unterschenkeln auf chronisch lichtgeschädigter HautKI-Illustration
Zahlreiche kleine, scharf begrenzte, porzellanweiße Maculae von wenigen Millimetern an beiden Unterschenkeln auf chronisch lichtgeschädigter Haut.KI-generierte Illustration zu Lehrzwecken – kein echtes Patientenfoto.

Definition

Die idiopathische Hypomelanosis guttata ist eine häufige, gutartige, erworbene Leukodermie mit kleinen, scharf begrenzten, porzellanweißen Flecken an sonnenexponierten Extremitäten.

Vorkommen & Epidemiologie

Beide Geschlechter und alle Hauttypen sind betroffen. Meist sind Menschen über 40 Jahre betroffen, und die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu – bis auf etwa 90 % im 9. Lebensjahrzehnt. Bei Kindern und Jugendlichen ist sie selten; familiäre Fälle sind häufig.

Ätiopathogenese

Vermutlich multifaktoriell: Hautalterung, chronische UV-Exposition, genetische Faktoren, Trauma und Autoimmunität. Nachgewiesen ist eine gestörte Aufnahme von Melanin durch die Keratinozyten, wodurch weniger Pigment von den Melanozyten übertragen wird.

Klinik

  • Glatte, hypo- oder depigmentierte, runde bis ovale Maculae von 2–5 mm (bis 1,5 cm), meist multipel und beschwerdefrei.
  • Bevorzugt an den Streckseiten der Unterarme, an den Schienbeinen und im V-Ausschnitt.
  • In dunkler Haut deutlicher sichtbar.
  • Varianten: hypopigmentierte Flecken auf lichtgeschädigter Haut; einzelner weißer, sternförmiger, sklerotischer Fleck; kleine Flecken mit bogigem Rand und hyperkeratotischer Oberfläche.

Histologie

Abgeflachte, dünne Epidermis mit korbgeflechtartiger Hyperkeratose und verstrichenen Reteleisten; Melanin in der Epidermis vermindert oder fehlend; Melanozyten normal oder vermindert, mit kurzen, eingezogenen Dendriten; kleine Inseln erhaltenen Melanins in der Basalschicht.

Diagnostik

  • Meist klinische Diagnose.
  • Wood-Licht betont den Pigmentverlust.
  • Dermatoskopie: scharf begrenzte weiße strukturlose Areale, kein Pigmentnetz.
  • Biopsie nur zur Abgrenzung anderer Leukodermien, etwa Vitiligo oder Lichen sclerosus.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Idiopathic guttate hypomelanosis
  2. Idiopathic Guttate Hypomelanosis: A Review of its Etiology, Pathogenesis, Findings, and Treatments

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.