Adenocarcinoma in situ und Adenokarzinom der Zervix

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Synonyme
AIS, glanduläre Dysplasie, zervikales Adenokarzinom
Fachgebiet
Gynäkologie · Zervix & HPV
Bilder
Endoskopie & Makro 1
Prüfungsrelevanz
2 von 197 Protokollen · Rang 144
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (1)

Adenocarcinoma in situ und Adenokarzinom der Zervix – Endoskopie & Makro: Zervixkarzinom im halbierten Uterus-Schnittpräparat mit MaßstablinealEndoskopie & Makro
Zervixkarzinom im halbierten Uterus-Schnittpräparat mit MaßstablinealBild: Department of Pathology, Calicut Medical College (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle

Definition

  • Das Adenocarcinoma in situ (AIS) der Zervix ist eine präinvasive Läsion des endozervikalen Drüsenepithels und gilt wegen seiner Morphologie als Vorstufe des invasiven Adenokarzinoms.
  • Die meisten invasiven Adenokarzinome entstehen aus einem AIS, das innerhalb oder knapp proximal der Transformationszone liegt.

Einteilung

Warum der Sonderfall wichtig ist

  • Das Adenokarzinom geht vom Zylinderepithel der Endozervix aus.
  • Deshalb wird es von der Zytologie schlechter erfasst — es liegt endozervikal und damit außerhalb der klassischen Abstrichzone.
  • Der zytologische Befund trägt dann den Zusatz g (glandulär), z. B. PAP IIIg oder IVa-g.

Adenocarcinoma in situ (AIS)

  • Besonderheit gegenüber der CIN: AIS wächst häufiger multifokal und diskontinuierlich („skip lesions").
  • HPV-assoziiert ist das Adenokarzinom überwiegend, vor allem mit HPV 18 und 16.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Etwa 80–85 % der Zervixkarzinome sind Plattenepithelkarzinome, die meisten übrigen Adenokarzinome; der Anteil des Adenokarzinoms hat in den letzten zwei Jahrzehnten zugenommen.
  • Patientinnen mit AIS sind im Mittel etwa 5 Jahre jünger als Patientinnen mit früh invasivem Adenokarzinom; dazwischen liegt ein Zeitfenster von etwa 5 Jahren.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Ursache der meisten Zervixkarzinome ist eine HPV-Infektion; das AIS weist ähnliche HPV-Typen auf wie das invasive Adenokarzinom.
  • Häufig besteht gleichzeitig eine plattenepitheliale Neoplasie, in einer Metaanalyse von 33 Studien bei etwa 55 % der Frauen mit AIS, was auf eine gemeinsame Ätiologie hinweist.

Klinik

  • Das AIS ist fast immer asymptomatisch und makroskopisch in der Regel nicht sichtbar.
  • Die Läsionen liegen im Zervikalkanal und in den Drüsenkrypten und sind häufig multifokal.

Diagnostik

  • Das AIS wird meist bei der Abklärung eines auffälligen zytologischen Abstrichs entdeckt, häufig sogar aufgrund begleitender plattenepithelialer Zellveränderungen.
  • Die Zytologie erfasst Drüsenläsionen nur eingeschränkt, in einer zitierten Studie mit einer Sensitivität von nur etwa 45 %; die Ergänzung eines HPV-Tests verbessert die Erkennung.
  • Das kolposkopische Bild des AIS ist unspezifisch, und wegen der Lage im Zervikalkanal sind die Läsionen kolposkopisch schwer zu erfassen.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Adenocarcinoma in situ und Adenokarzinom der Zervix mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Cervical Screening Results Leading to Detection of Adenocarcinoma in Situ of the Uterine Cervix (Asian Pac J Cancer Prev 2019, PubMed Central)
  2. MSD Manual Professional: Cervical Cancer
  3. DocCheck Flexikon, Adenokarzinom

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.