Photoallergische Reaktion (photoallergisches Kontaktekzem)

Synonyme
Photoallergie, photoallergisches Ekzem, Photokontaktallergie, Photokontaktdermatitis, photoallergic contact dermatitis, photoallergy, photocontact dermatitis
Fachgebiet
Dermatologie · Umwelt & Licht
Bilder
Klinik 1
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1 Karteikarten
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Ätiopathogenese
  4. Klinik
  5. Diagnostik
  6. Differenzialdiagnosen
  7. Weiterlernen in der App
  8. Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (1)

Photoallergische Reaktion (photoallergisches Kontaktekzem) – KI-Illustration (kein Patientenfoto): disseminiertes, ekzematoides, juckendes Erythem mit Vesikulation auch ausserhalb direkt belichteter ArealeKI-Illustration
disseminiertes, ekzematoides, juckendes Erythem mit Vesikulation auch ausserhalb direkt belichteter ArealeKI-generierte Illustration zu Lehrzwecken – kein echtes Patientenfoto.

Definition

Die photoallergische Reaktion ist eine Überempfindlichkeitsreaktion vom Spättyp (Typ IV) gegen eine Substanz, die erst unter Lichteinwirkung, überwiegend UVA, zum Allergen wird. Klinisch entspricht sie einem allergischen Kontaktekzem an belichteter Haut. Zusammen mit der phototoxischen Reaktion gehört sie zu den Photokontaktdermatitiden.

Ätiopathogenese

Unter Lichteinwirkung bindet ein Teil der Substanz (Hapten) an Hautproteine und bildet ein Photoallergen, gegen das spezifische T-Zellen sensibilisiert werden; die Sensibilisierung dauert typischerweise 7–10 Tage. Häufige Photoallergene sind chemische UV-Filter in Kosmetika (z. B. Benzophenone, Zimtsäureester) und NSAR-haltige Gele. Photoallergische Reaktionen gehen meist von äußerlich aufgebrachten Stoffen aus, phototoxische häufiger von systemisch zugeführten.

Klinik

  • Juckendes, ekzematöses Bild mit Erythem, Papulovesikeln, mitunter Nässen und Krusten; bei wiederholter Exposition Lichenifikation.
  • Beginn 24–72 Stunden nach erneuter Lichtexposition.
  • Vorwiegend an belichteten Arealen (Gesicht, Hals, V-Ausschnitt, Handrücken und Unterarme); meist ausgespart sind Oberlider, die Region unter dem Kinn, hinter den Ohren und die Halsfalten.
  • Die Herde können unscharf begrenzt sein und auf nicht belichtete Haut übergreifen.
  • Selten Übergang in eine chronische aktinische Dermatitis.

Diagnostik

  • Verdacht bei zeitlichem Zusammenhang zwischen Kontakt mit einer photoreaktiven Substanz, Sonnenexposition und Hautveränderungen.
  • Photopatch-Test (Belichtungs-Epikutantest) zur Sicherung.
  • Abgrenzung zur phototoxischen Reaktion: Diese ist nicht immunologisch, kann bei ausreichender Substanz- und Lichtmenge jeden treffen, beginnt nach Minuten bis Stunden, gleicht einem verstärkten Sonnenbrand mit Brennen und Schmerz (bei starker Ausprägung Blasen) und ist scharf auf die belichtete Haut begrenzt.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Photocontact dermatitis
  2. DermNet: Drug-induced photosensitivity
  3. Photoallergic Contact Dermatitis: No Fun in the Sun

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.