Insektenstichreaktion (lokale und gesteigerte Lokalreaktion)

Synonyme
Insektenstich, Mückenstich, Wespenstich, gesteigerte Lokalreaktion, Insect bite reaction, Insect sting, Large local reaction
Fachgebiet
Dermatologie · Umwelt & Licht
Bilder
Klinik 1 · Histologie 1
In der App
1 Karteikarten
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Klinik
  5. Histologie
  6. Diagnostik
  7. Differenzialdiagnosen
  8. Weiterlernen in der App
  9. Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Insektenstichreaktion (lokale und gesteigerte Lokalreaktion) – klinisches Foto: Multiple juckende, ödematöse Papeln am Schienbein nach Bremsenstichen (Tabanidae); Ödementwicklung über 5 Tage
Multiple juckende, ödematöse Papeln am Schienbein nach Bremsenstichen (Tabanidae); Ödementwicklung über 5 Tage.NiaPol, „Bites of a blood-sucking insect (Tabanidae) 003a", CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Insektenstichreaktion (lokale und gesteigerte Lokalreaktion) – Histologie (HE): weitgehend erhaltene Epidermis mit korbgeflechtartiger Hornschicht, darunter ein oberflächliches und tiefes perivaskuläres sowie interstitielles Infiltrat, das …Histologie
Histologie (HE): weitgehend erhaltene Epidermis mit korbgeflechtartiger Hornschicht, darunter ein oberflächliches und tiefes perivaskuläres sowie interstitielles Infiltrat, das …Nephron, „Dermal perivascular lymphoeosinophilic infiltrate - high mag", CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Quelle
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Definition

Hautreaktion auf den Stich oder Biss von Insekten. Hautflügler (Bienen, Wespen, Hornissen) bringen zur Abwehr Gift ein; blutsaugende Insekten wie Mücken, Flöhe und Bettwanzen stechen zur Nahrungsaufnahme. Im Mittelpunkt stehen hier die Lokalreaktionen; systemische Reaktionen gehören zur Insektengiftallergie.

Einteilung

  • Normale Lokalreaktion (Biene, Wespe): sofortiger stechender Schmerz, dann Rötung, Schwellung, Juckreiz; Rückbildung meist binnen 24 Stunden.
  • Gesteigerte Lokalreaktion: Schwellung über 10 cm, Maximum um 48 Stunden, Dauer bis zu einer Woche, mitunter eine ganze Extremität. Schwellung allein ist kein Zeichen einer systemischen Allergie.
  • Systemische Reaktion zur Abgrenzung: Urtikaria, Angioödem, Bronchospasmus, Blutdruckabfall.

Klinik

  • Stiche blutsaugender Insekten: stark juckende, oft gruppierte Papeln an unbedeckten Stellen, mitunter mit zentraler klarer oder hämorrhagischer Blase.
  • Kratzen führt zu offenen Stellen; bakterielle Sekundärinfektion (Impetigo, Zellulitis) ist möglich.
  • Papulöse Urtikaria: meist bei Kleinkindern nach Floh- oder Mückenstichen, symmetrische juckende Papeln; neue Stiche reaktivieren alte Herde.
  • Persistierende Stichreaktion: urtikariell, bullös, vaskulitisch oder granulomatös über Wochen bis Monate.

Histologie

Selten nötig; hinweisend sind ein zentrales Punctum, eosinophile Spongiose und ein keilförmiges gemischtzelliges Infiltrat um die Schweißdrüsengänge.

Diagnostik

  • Meist klinisch aus Anamnese und Bild; nach Bienenstichen kann der Stachel in der Haut stecken.
  • Beginn von Rötung und Schwellung erst nach ein bis zwei Tagen, deutliche Schmerzen oder Fieber sprechen eher für eine Sekundärinfektion.
  • Allergologische Abklärung (Prick-/Intrakutantest, spezifisches IgE) nach systemischer Reaktion; nach gesteigerter Lokalreaktion zu erwägen.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

In der DermaFuchs-App lernst du Insektenstichreaktion (lokale und gesteigerte Lokalreaktion) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Blickdiagnosen – kostenlos, im Browser oder als App.

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Arthropod bites and stings
  2. DermNet: Bee and wasp stings
  3. MSD Manual Professional: Insect Stings

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.