Infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber) – Haut- und Schleimhautbefunde
- Synonyme
- Pfeiffersches Drüsenfieber, Mononukleose, EBV-Infektion, Epstein-Barr-Virus, Mononukleose-Exanthem, Gaumenpetechien, glandular fever, mono, EBV infection, mononucleosis rash
- Fachgebiet
- Dermatologie · Virale Infektionen
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
Die infektiöse Mononukleose ist eine meist durch das Epstein-Barr-Virus (EBV, humanes Herpesvirus 4) verursachte Infektion mit Fieber, Pharyngitis, Lymphknotenschwellung und Abgeschlagenheit. Auch das Zytomegalievirus kann ein ähnliches Bild hervorrufen.
Vorkommen & Epidemiologie
Typischerweise erkranken junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren, beide Geschlechter gleich häufig. Über 95 % der Erwachsenen sind EBV-seropositiv; bei kleinen Kindern verläuft die Erstinfektion meist ohne Symptome. Die Übertragung erfolgt vor allem über Speichel, etwa beim Küssen.
Klinik
- Inkubationszeit meist 6–7 Wochen; Fieber, Pharyngitis, zervikale Lymphknotenschwellung, Splenomegalie (bei etwa 50 %), periorbitales Ödem.
- Enanthem: Petechien an hartem und weichem Gaumen bei etwa 50 % der jungen Erwachsenen in den ersten Krankheitstagen.
- Exanthem: generalisiert makulopapulös, meist zart und nicht juckend, beginnt an Rumpf und Oberarmen und breitet sich auf Gesicht und Unterarme aus; auch morbilliform, scarlatiniform, vesikulär oder purpurisch; klingt nach etwa einer Woche ab. Häufigkeit ohne antibakterielle Mittel 4,2–13 %, nach neueren Daten bis etwa 20 %.
- Nach Beginn antibakterieller Mittel kann ein stärkeres, juckendes makulopapulöses Arzneimittelexanthem auftreten (u. a. Streckseiten, Rumpf, Handflächen und Fußsohlen); die früher berichtete Häufigkeit von bis zu 90 % gilt heute als deutlich zu hoch.
- Seltener: juckender Ikterus mit Kratzspuren, Immunthrombozytopenie, Kälteurtikaria, Erythema nodosum.
Diagnostik
- Heterophile Antikörper (Monospot): positiv bei 85–90 % der Jugendlichen und Erwachsenen, aber nur bei etwa 50 % der 2- bis 5-Jährigen; in der ersten Krankheitswoche oft noch negativ.
- Blutbild: Lymphozytose mit atypischen Lymphozyten (bis 30 % der Leukozyten); Transaminasen häufig erhöht.
- EBV-spezifische Serologie: VCA-IgM spricht für eine Primärinfektion; VCA-IgG tritt früh auf und bleibt lebenslang; EBNA-IgG erscheint erst nach 2–4 Monaten.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.