Infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber) – Haut- und Schleimhautbefunde

Synonyme
Pfeiffersches Drüsenfieber, Mononukleose, EBV-Infektion, Epstein-Barr-Virus, Mononukleose-Exanthem, Gaumenpetechien, glandular fever, mono, EBV infection, mononucleosis rash
Fachgebiet
Dermatologie · Virale Infektionen
Bilder
Klinik 1
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2 Karteikarten
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Klinik
  5. Diagnostik
  6. Differenzialdiagnosen
  7. Weiterlernen in der App
  8. Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (1)

Infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber) – Haut- und Schleimhautbefunde – klinisches Foto: disseminiertes, kleinfleckig-makulopapulöses Arzneimittelexanthem am Rücken während einer EBV-Infektion
disseminiertes, kleinfleckig-makulopapulöses Arzneimittelexanthem am Rücken während einer EBV-InfektionSgamer1770, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Quelle

Definition

Die infektiöse Mononukleose ist eine meist durch das Epstein-Barr-Virus (EBV, humanes Herpesvirus 4) verursachte Infektion mit Fieber, Pharyngitis, Lymphknotenschwellung und Abgeschlagenheit. Auch das Zytomegalievirus kann ein ähnliches Bild hervorrufen.

Vorkommen & Epidemiologie

Typischerweise erkranken junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren, beide Geschlechter gleich häufig. Über 95 % der Erwachsenen sind EBV-seropositiv; bei kleinen Kindern verläuft die Erstinfektion meist ohne Symptome. Die Übertragung erfolgt vor allem über Speichel, etwa beim Küssen.

Klinik

  • Inkubationszeit meist 6–7 Wochen; Fieber, Pharyngitis, zervikale Lymphknotenschwellung, Splenomegalie (bei etwa 50 %), periorbitales Ödem.
  • Enanthem: Petechien an hartem und weichem Gaumen bei etwa 50 % der jungen Erwachsenen in den ersten Krankheitstagen.
  • Exanthem: generalisiert makulopapulös, meist zart und nicht juckend, beginnt an Rumpf und Oberarmen und breitet sich auf Gesicht und Unterarme aus; auch morbilliform, scarlatiniform, vesikulär oder purpurisch; klingt nach etwa einer Woche ab. Häufigkeit ohne antibakterielle Mittel 4,2–13 %, nach neueren Daten bis etwa 20 %.
  • Nach Beginn antibakterieller Mittel kann ein stärkeres, juckendes makulopapulöses Arzneimittelexanthem auftreten (u. a. Streckseiten, Rumpf, Handflächen und Fußsohlen); die früher berichtete Häufigkeit von bis zu 90 % gilt heute als deutlich zu hoch.
  • Seltener: juckender Ikterus mit Kratzspuren, Immunthrombozytopenie, Kälteurtikaria, Erythema nodosum.

Diagnostik

  • Heterophile Antikörper (Monospot): positiv bei 85–90 % der Jugendlichen und Erwachsenen, aber nur bei etwa 50 % der 2- bis 5-Jährigen; in der ersten Krankheitswoche oft noch negativ.
  • Blutbild: Lymphozytose mit atypischen Lymphozyten (bis 30 % der Leukozyten); Transaminasen häufig erhöht.
  • EBV-spezifische Serologie: VCA-IgM spricht für eine Primärinfektion; VCA-IgG tritt früh auf und bleibt lebenslang; EBNA-IgG erscheint erst nach 2–4 Monaten.

Differenzialdiagnosen

Weiterlernen in der App

In der DermaFuchs-App lernst du Infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber) – Haut- und Schleimhautbefunde mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Blickdiagnosen – kostenlos, im Browser oder als App.

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Literatur (Auswahl)

  1. DermNet: Infectious mononucleosis
  2. MSD Manual Professional: Infectious mononucleosis

Querverweise

Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.