Exanthema subitum (Dreitagefieber, Roseola infantum)
- Synonyme
- Dreitagefieber, Drei-Tage-Fieber, Roseola infantum, Sechste Krankheit, HHV-6-Infektion, roseola, exanthem subitum, sixth disease, pseudorubella
- Fachgebiet
- Dermatologie · Virale Infektionen
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- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
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Definition
Das Exanthema subitum (Dreitagefieber, Roseola infantum) ist eine Virusinfektion des Säuglings- und Kleinkindalters, verursacht durch das humane Herpesvirus 6B (HHV-6B), seltener durch HHV-7. Typisch ist hohes Fieber ohne richtungsweisenden Organbefund, auf das mit der Entfieberung ein Exanthem folgt.
Vorkommen & Epidemiologie
Am häufigsten erkranken Kinder zwischen 6 Monaten und 3 Jahren; bei Erwachsenen ist die Krankheit selten. Die Übertragung erfolgt über Speichel, typischerweise von symptomlosen Familienangehörigen; die Inkubationszeit beträgt etwa 5–15 Tage. Gehäuft tritt sie im Frühjahr und Herbst auf.
Klinik
- Plötzliches hohes Fieber (39,5–40,5 °C) über 3–5 Tage; das Kind ist trotz Fieber meist munter. Häufig zervikale und retroaurikuläre Lymphknotenschwellung.
- Mit dem raschen Fieberabfall, meist am 4. Tag, erscheint ein makulöses bis makulopapulöses, rosafarbenes Exanthem, betont an Brust und Bauch, weniger an Gesicht und Extremitäten; kleine, wegdrückbare Flecken (2–5 mm), teils mit hellem Hof, nicht juckend, ohne Bläschen. Es hält wenige Stunden bis 2 Tage an.
- Ähnliche Flecken an weichem Gaumen und Uvula (Nagayama-Flecken).
- Bei etwa 5–15 % der Kleinkinder Fieberkrämpfe; Enzephalitis oder Hepatitis sind selten.
- Bei etwa 70 % der HHV-6-Infektionen tritt das klassische Exanthem nicht auf.
Diagnostik
- Klinisch anhand des typischen Ablaufs bei einem Kind zwischen 6 Monaten und 3 Jahren: erst Fieber, dann das Exanthem mit der Entfieberung.
- Labortests sind selten nötig; eine HHV-6-Infektion lässt sich serologisch oder per PCR bestätigen, quantitative PCR dient vor allem dem Nachweis einer Reaktivierung.
Differenzialdiagnosen
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Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Diese Seite dient der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und ersetzt keine Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall.