GOÄ-Nr. 4711: Pilznachweis nach Präparation oder Anfärbung
Amtliche Legende: „Lichtmikroskopische Untersuchung zum Nachweis von Pilzen im Nativmaterial nach Präparation (z.B. Kalilauge) oder aufwendigerer Anfärbung (z.B. Färbung mit Fluorochromen, Baumwollblau-, Tuschefärbung), je Material“
120 Punkte · 6,99 € (1,0-fach) · 8,04 € (1,15-fach, Schwellenwert) · 9,09 € (1,3-fach, Höchstsatz)
Beträge
| Faktor | Betrag | |
|---|---|---|
| 1,0-fach | 6,99 € | einfacher Satz |
| 1,15-fach | 8,04 € | Schwellenwert – darüber schriftliche Begründung (§ 12 Abs. 3) |
| 1,3-fach | 9,09 € | Höchstsatz |
Laborleistung (Abschnitt M): Rahmen 1,0 bis 1,3, Schwellenwert 1,15 (§ 5 Abs. 4 GOÄ). Ein Faktor über dem Schwellenwert ist nur bei Besonderheiten des Einzelfalls (Schwierigkeit, Zeitaufwand, Umstände) zulässig und schriftlich zu begründen.
Ausschlüsse und Regeln
- Nr. 4710 – Für dasselbe Material entweder ohne (4710) oder mit Präparation/Anfärbung (4711).
Typische Anlässe in der Dermatologie
Mikroskopische Suche nach Pilzen in Haut-, Haar- oder Nagelmaterial nach Aufbereitung (z. B. mit Lauge) oder aufwendigerer Färbung, je Material.
Weitere Ziffern dieser Kategorie
Quelle: Gebührenordnung für Ärzte, Gebührenverzeichnis – gesetze-im-internet.de.
Gilt für privatärztliche Leistungen nach GOÄ; nicht für die GKV (EBM). Neue GOÄ: Ein Inkrafttreten zum 1. Januar 2028 hält die Bundesärztekammer für realistisch. Amtlicher Wortlaut und Punktzahlen: gesetze-im-internet.de; Beträge = Punkte × 0,0582873 € × Faktor (§ 5 Abs. 1 GOÄ). Datenstand: 09.10.2026.