Miliaria pustulosa

Übersicht
- Pathogenese: sekundäre bakterielle Superinfektion einer vorbestehenden Miliaria rubra — meist Staphylococcus aureus / S. epidermidis im retinierten Schweiß; auch sterile Pusteln möglich.
- Klinik: kleine 1–3 mm Pusteln auf erythematöser Basis, non-follikulär, oft gemischt mit Papulovesikeln. Impetiginisierung (nässende Krusten) möglich bei dichter Aussaat.
- Lokalisation: wie Miliaria rubra — Stamm, intertriginös, Windelbereich.
- Fieber plus Pusteln auf Erythem: Hier muss die AGEP (akute generalisierte exanthematische Pustulose) abgegrenzt werden: sterile, non-follikuläre Pusteln auf großflächigem Erythem, Beginn Stunden bis wenige Tage nach dem auslösenden Medikament (v. a. Betalaktame, Makrolide), dazu Fieber und Neutrophilie, Abheilung nach Absetzen mit Desquamation. Zweite Differenzialdiagnose ist die Psoriasis pustulosa vom Typ Zumbusch (Psoriasis-Anamnese, Rezidive, kein Medikamenten-Zeitfenster). Die Miliaria pustulosa dagegen bleibt auf okkludierte Hitzeareale beschränkt und macht kein Krankheitsgefühl.
Differenzialdiagnosen
- Miliaria rubra
- Miliaria cristallina
- Miliaria profunda
- Akne Papulopustulosa
- Impetigo
- Akne vulgaris
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Weitere Umwelt- und Lichtdermatosen
- Erythema ab igne
- Miliaria cristallina
- Miliaria profunda
- Miliaria rubra
- Morbus Favre-Racouchot
- Phototoxische Reaktion
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