Tief infiltrierende Endometriose

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Synonyme
TIE, DIE, rektovaginale Endometriose, Darmendometriose
Fachgebiet
Gynäkologie · Endometriose & Adenomyose
Bilder
Endoskopie & Makro 2
Prüfungsrelevanz
6 von 197 Protokollen · Rang 93
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (2)

Tief infiltrierende Endometriose – Endoskopie & Makro: Laparoskopie: Endometrioseherde im Douglas und am rechten Ligamentum sacrouterinumEndoskopie & Makro
Laparoskopie: Endometrioseherde im Douglas und am rechten Ligamentum sacrouterinumBild: Hic et nunc (Wikimedia Commons) · Public domain · Quelle · Ausschnitt
Tief infiltrierende Endometriose – Endoskopie & Makro: Laparoskopie in HD: oberflächlicher peritonealer EndometrioseherdEndoskopie & Makro
Laparoskopie in HD: oberflächlicher peritonealer EndometrioseherdBild: Stefano Di Michele et al (Wikimedia Commons) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • Tief infiltrierende Endometriose liegt vor, wenn Endometriosegewebe mit Fibrose und Hyperplasie mehr als 5 mm unter das Peritoneum infiltriert; Herde mit weniger als 5 mm gelten als oberflächlich.
  • Endometriose ist durch endometriale Drüsen und Stroma außerhalb des Cavum uteri gekennzeichnet und eine östrogenabhängige entzündliche Erkrankung.

Einteilung

#ENZIAN-Klassifikation

  • Die #ENZIAN-Klassifikation beschreibt kompartimentbezogen, auch tief infiltrierende Form.
  • Das Kompartiment P steht für peritoneale Endometriose.
  • Die Kompartimente O und T stehen für Ovarien; T: Tubo-ovarial-Übergang.
  • Die Kompartimente A, B und C stehen für Vagina/Rektovaginalraum, Ligg. sacrouterina, Rektum.
  • Die Zusätze F (für „far“) bezeichnen A: Adenomyose, B: Blase, U: Ureter, I: Darm, O: andere.
  • Die Größe der Herde wird kodiert in 3 Stufen: <1 cm, 1–3 cm, >3 cm.

Lokalisation

  • Bei Endometriose insgesamt sind die Ovarien am häufigsten betroffen, gefolgt von hinterem Ligamentum latum, vorderer und hinterer Excavatio und Sakrouterinligamenten; Endometrioseknoten können auch Darm, Ureter, Blase und Urethra befallen.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die Prävalenz der Endometriose wird im reproduktiven Alter mit etwa 10–18 % und bei Infertilität mit 20–50 % angegeben; die tief infiltrierende Form macht 15–30 % der diagnostizierten Fälle aus.

Klinik

  • Typisch sind Dysmenorrhoe, chronische Unterbauchschmerzen und Infertilität.
  • Je nach Lokalisation kommen tiefe Dyspareunie, Dyschezie oder rektale Blutungen während der Menstruation sowie bei Blasenbefall Dysurie und Hämaturie hinzu.
  • Bei der Untersuchung können ein verdicktes oder knotiges Septum rectovaginale oder Knoten an den Sakrouterinligamenten tastbar sein; der Befund kann aber auch normal sein.

Diagnostik

  • In einer Metaanalyse erreichte die körperliche Untersuchung eine gepoolte Sensitivität von 71 % und Spezifität von 69 %, der Vaginalultraschall 76 % und 94 %, die MRT 82 % und 87 %.
  • Zusatztechniken wie die Beurteilung der Organverschieblichkeit (Sliding Sign) und eine rektale Wasserkontrastierung verbessern die Treffsicherheit des Vaginalultraschalls.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Tief infiltrierende Endometriose mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Comparison of physical examination, ultrasound techniques and magnetic resonance imaging for the diagnosis of deep infiltrating endometriosis: A systematic review and meta-analysis of diagnostic accuracy studies (Exp Ther Med 2020, PubMed Central)
  2. StatPearls: Endometriosis
  3. MSD Manual Professional: Endometriosis
  4. DocCheck Flexikon, Endometriose

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.