Übe für die Zwischen- und Abschlussprüfung zur Medizinischen Fachangestellten: 30 Multiple-Choice-Fragen aus dem Fragenpool von MFAFuchs – sortiert nach Prüfungsbereichen, mit Lösung und kurzer Erklärung. Kostenlos und ohne Anmeldung.
Hinweis: Übungsfragen im Stil der Prüfung – keine Original-Prüfungsfragen. Die Fragen stammen aus dem Fragenpool von MFAFuchs und wurden für diese Seite sprachlich geglättet. Stand: Oktober 2026.
Die schriftliche Abschlussprüfung für Medizinische Fachangestellte umfasst die Prüfungsbereiche Behandlungsassistenz, Betriebsorganisation und -verwaltung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde; dazu kommt ein praktischer Teil. Die Fragen hier sind nach diesen Bereichen gegliedert. Klicke eine Antwort an – die Lösung mit Erklärung klappt dann auf. Du kannst sie auch direkt über „Lösung anzeigen“ öffnen.
Eine 68-jährige Patientin kommt zur INR-Kontrolle. Sie sollen zusätzlich Blutbild, CRP und ein Differentialblutbild abnehmen. Welche Reihenfolge der Röhrchen ist am ehesten korrekt?
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Richtig: C) Citrat → Serum → EDTA
Nach optionalen Blutkulturen wird zuerst das Citrat-Röhrchen für die Gerinnung gefüllt – exakt bis zur Markierung –, dann Serum für CRP und klinische Chemie, zuletzt EDTA für das Blutbild. So werden Zusätze nicht in andere Röhrchen verschleppt. (Die Kappenfarben unterscheiden sich je nach Hersteller.)
Frage 2 von 30
Bei einer Blutentnahme stauen Sie 3 Minuten lang und lassen die Patientin zusätzlich kräftig die Faust pumpen, weil die Vene schwer zu finden ist. Welcher Laborparameter wird dadurch am ehesten klinisch relevant verfälscht?
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Richtig: E) Falsch hohes Kalium (Hyperkaliämie), zusätzlich auch LDH und Phosphat erhöht
Längeres Stauen und Faustpumpen führen zur lokalen Hämolyse und zu Kalium-Freisetzung aus Muskel- und Erythrozytenzellen. Auch LDH, Phosphat und Eisen werden falsch hoch gemessen. Stauzeit deshalb max. 1 Minute, kein 'Pumpen' lassen.
Frage 3 von 30
Der Arzt ordnet bei einem Patienten mit V. a. Diabetes mellitus eine Nüchtern-Glukose an. Sie nehmen Blut ab, das Röhrchen liegt 4 Stunden bei Raumtemperatur, ehe es zum Labor geht. Welche Röhrchen-Wahl und welche Konsequenz für den Glukose-Wert ist am ehesten korrekt?
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Richtig: B) Im Fluorid-Röhrchen (Natriumfluorid hemmt die Glykolyse); im Serum sinkt die Glukose um etwa 5–7 % pro Stunde
Blutzellen verbrauchen auch im Röhrchen weiter Glukose. Natriumfluorid hemmt die Glykolyse und stabilisiert den Wert. Ohne Hemmer und nach 4 Stunden bei Raumtemperatur kann ein erheblicher Teil verloren gehen – falsch niedrige Werte, ein Diabetes wird womöglich übersehen.
Frage 4 von 30
Eine 25-jährige Patientin mit Dysurie soll einen Urin-Stix und eine Urinkultur abgeben. Welche Anleitung zur Probengewinnung ist am ehesten korrekt?
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Richtig: D) Nach Intimreinigung Mittelstrahlurin auffangen: erste Portion verwerfen, Morgenurin, rasch ins Labor
Mittelstrahl nach Reinigung minimiert Kontamination durch Hautflora der Vulva/Glans. Morgenurin hat die höchste Keim- und Zelldichte. Probe ≤ 2 h verarbeiten oder kühlen (2–8 °C).
Frage 5 von 30
Sie legen einem Patienten ein 12-Kanal-EKG mit dem 4-fach-Extremitätenkabel (IEC-Farbcode) an. Welche Zuordnung der Farben zu den Extremitäten ist am ehesten korrekt?
Eselsbrücke: 'Ampel von oben nach unten' (Rot–Gelb–Grün) und Schwarz ist die Erde am rechten Fuß. Falsche Zuordnung führt zu typischen Vertauschungs-Mustern (z. B. negative P-Welle in I bei R/L-Arm-Tausch).
Frage 6 von 30
Sie sollen die Brustwandableitungen V1–V6 setzen. Welche Position der Elektrode V1 ist am ehesten korrekt?
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Richtig: D) Die Elektrode wird im 4. ICR (Interkostalraum) rechts parasternal, also direkt am rechten Rand des Brustbeins, platziert.
V1 sitzt rechts parasternal im 4. ICR. Gemerkt wird der Punkt als 'rechts neben dem Brustbein, auf Brustwarzenhöhe nach unten geschätzt'. V2 ist spiegelbildlich auf der linken Seite.
Behandlungsassistenz: Hygiene & Arbeitsschutz
Frage 7 von 30
Die MFA bereitet eine Blutentnahme vor. Welche Aussage zur hygienischen Händedesinfektion ist am ehesten korrekt?
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Richtig: B) Etwa 3 ml alkoholisches Händedesinfektionsmittel mindestens 30 Sekunden in trockene Hände einreiben, dabei alle Areale lückenlos erfassen.
Standard nach RKI/WHO: hygienische Händedesinfektion über 30 s mit 3 ml VAH-gelistetem Mittel auf trockene Hände; vollständige Benetzung aller Areale, insbesondere Fingerkuppen, Daumen und Nagelfalz.
Frage 8 von 30
Beim Sortieren der Schublade mit aufbereiteten Instrumenten fällt einer MFA ein Sterilgut-Beutel auf, dessen Naht angerissen ist und der zudem leicht feucht erscheint. Was ist am ehesten zu tun?
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Richtig: E) Den Beutel als unsteril bewerten, das Instrument entnehmen und den kompletten Aufbereitungszyklus von der Reinigung bis zur Sterilisation erneut durchführen
Sterilität gilt nur bei intakter, trockener Verpackung. Beschädigte oder feuchte Beutel sind unsteril — das Instrument muss komplett neu aufbereitet werden.
Frage 9 von 30
Eine MFA soll 5 Liter Flächendesinfektions-Gebrauchslösung in einer Konzentration von 0,5 % aus einem Konzentrat ansetzen. Welche Aussage zum Vorgehen ist am ehesten korrekt?
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Richtig: A) Zuerst 4,975 L Wasser im Eimer vorlegen, dann 25 ml Konzentrat zufügen; dabei Handschuhe und Schutzbrille tragen, Behälter mit Datum beschriften.
Korrekte Reihenfolge ist 'erst Wasser, dann Konzentrat' (Spritzschutz), mit PSA (Handschuhe, Schutzbrille). 0,5 % von 5 L = 25 ml Konzentrat + 4,975 L Wasser. Datum und Konzentration auf den Behälter — frisch ansetzen.
Frage 10 von 30
Ein Kind wird in der Praxis vorgestellt: hohes Fieber, Lichtscheu, Nackensteife, kleinfleckige Hautblutungen am Rumpf. Der Arzt äußert den Verdacht auf eine invasive Meningokokken-Infektion. Welche Aussage zur Meldung nach IfSG ist am ehesten korrekt?
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Richtig: C) Der behandelnde Arzt muss bereits den Krankheitsverdacht namentlich unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden, an das zuständige Gesundheitsamt melden.
Nach § 6 IfSG besteht Arztmeldepflicht bereits bei Verdacht auf eine invasive Meningokokken-Infektion — namentlich, unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 h an das zuständige Gesundheitsamt.
Frage 11 von 30
Eine MFA assistiert regelmäßig beim Röntgen und muss dafür ein Personendosimeter tragen. Wo und wie muss das Dosimeter während der Röntgenaufnahme korrekt positioniert werden?
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Richtig: E) Es muss auf Rumpfhöhe unter der Bleischürze getragen werden, um die tatsächliche Strahlenbelastung des Körpers repräsentativ messen zu können.
Das Personendosimeter misst die Körperdosis und muss daher unter der Schutzkleidung (Bleischürze) am Rumpf getragen werden.
Frage 12 von 30
Eine MFA sticht sich beim Entsorgen einer gebrauchten Kanüle versehentlich tief in den Zeigefinger. Welche Maßnahme muss nach der Ersten Hilfe zwingend als Nächstes erfolgen?
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Richtig: C) Der Vorfall muss im Verbandbuch dokumentiert und die MFA muss umgehend bei einem Durchgangsarzt (D-Arzt) zur weiteren Behandlung vorgestellt werden.
Nadelstichverletzungen sind Arbeitsunfälle. Sie müssen dokumentiert und durch einen D-Arzt (BGW-Verfahren) begutachtet werden.
Medizinische Fachbegriffe & Anatomie
Frage 13 von 30
Der Chirurg notiert: "Fraktur des distalen Radius". Die MFA dokumentiert in der Karteikarte. Welche Lokalisation ist am ehesten gemeint?
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Richtig: A) Bruch der Speiche nahe dem Handgelenk (rumpffernes Ende des Unterarmknochens auf der Daumenseite)
Distal = rumpffern; Radius = Speiche (daumenseitiger Unterarmknochen). Der distale Radius ist die Region am Handgelenk; eine Fraktur dort entspricht der typischen distalen Radiusfraktur (z. B. Colles-Fraktur).
Frage 14 von 30
Ein Patient soll für eine Blutabnahme die Vene in der Ellenbeuge präsentieren. Der Arzt bittet die MFA, ihn in Supinationsstellung zu lagern. Was muss die MFA am ehesten tun?
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Richtig: D) Den Unterarm des Patienten so nach außen drehen, dass die Handfläche nach oben zeigt
Supination = Auswärtsdrehung des Unterarms, sodass die Handfläche nach oben zeigt — ideale Position für die Punktion der Cubitalvene.
Frage 15 von 30
Ein Patient ruft in der Praxis an und berichtet über "frisches Bluterbrechen seit einer Stunde". Die MFA dokumentiert das Symptom und informiert sofort den Arzt. Welcher Fachbegriff trifft am ehesten auf das geschilderte Symptom zu?
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Richtig: B) Hämatemesis – Bluterbrechen, potenziell lebensbedrohlich (z. B. bei einem Magengeschwür).
Hämatemesis ("haemato-" Blut + "-emesis" Erbrechen) ist Bluterbrechen, oft aus oberer GI-Quelle (Ulcus, Varizen). Notfall — sofortige ärztliche Abklärung.
Frage 16 von 30
Ein 30-jähriger Patient stellt sich mit einem geröteten, überwärmten, geschwollenen und schmerzhaften Zehengelenk vor; er kann den Zeh nicht mehr abrollen. Welche Aufzählung beschreibt am ehesten die 5 Kardinalzeichen der Entzündung (Celsus + Galen)?
Die klassischen 5 Kardinalzeichen der Entzündung nach Celsus (Rubor, Calor, Tumor, Dolor) und Galen (Functio laesa) — deutsch: Rötung, Wärme, Schwellung, Schmerz, Funktionsverlust.
Betriebsorganisation, Recht & Abrechnung
Frage 17 von 30
Ein 19-jähriger Patient soll am nächsten Vormittag eine kleine ambulante Exzision eines Atheroms am Rücken erhalten. Die Praxis schickt ihm tags zuvor abends ein vorgedrucktes Aufklärungsformular per E-Mail. Am OP-Tag bringt er es unterschrieben mit. Welche Aussage zur Aufklärungspflicht (§ 630e BGB) trifft am ehesten zu?
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Richtig: B) Das schriftliche Formular ersetzt nicht das ärztliche Aufklärungsgespräch. Der Arzt muss den Patienten zwingend mündlich, rechtzeitig und individuell aufklären.
§ 630e BGB verlangt explizit ein mündliches Gespräch, rechtzeitig vor dem Eingriff. Formulare sind nur Gedächtnisstütze. Ohne mündliche Aufklärung ist die Einwilligung unwirksam.
Frage 18 von 30
Eine 35-jährige Patientin meldet sich an der Rezeption und verlangt sofort und vollständig Einsicht in ihre Patientenakte, weil sie zu einem Zweitarzt wechseln möchte. Die Praxis ist überlastet, der Arzt nicht erreichbar. Wie reagieren Sie als MFA korrekt?
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Richtig: E) Die Anfrage dokumentieren und die Patientin informieren, dass nach § 630g BGB ein Anspruch auf Akteneinsicht besteht. Die Einsicht wird unverzüglich organisiert.
§ 630g BGB gewährt Patientinnen und Patienten unverzüglich Einsicht in ihre Akte. „Unverzüglich" heißt ohne schuldhaftes Zögern: Die Praxis muss die Einsicht zeitnah organisieren, nicht in derselben Sekunde. Die Anfrage wird dokumentiert.
Frage 19 von 30
Am Telefon ist der Sohn einer 72-jährigen Patientin, die heute Vormittag bei Ihnen war. Er fragt: „Wie war denn das Ergebnis der Biopsie? Meine Mutter erzählt mir nichts.“ Sie sind allein an der Anmeldung, der Arzt operiert. Welche Reaktion ist am ehesten korrekt?
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Richtig: A) Sie verweigern jegliche Auskunft zu Befund oder Anwesenheit, verweisen auf die ärztliche Schweigepflicht und verlangen stattdessen eine schriftliche Entbindungserklärung.
Die Schweigepflicht gilt absolut auch gegenüber engsten Angehörigen. Sogar die Bestätigung, dass jemand Patient ist, ist eine Information. Nur die Patientin selbst kann den Sohn berechtigen.
Frage 20 von 30
Der Hausarzt fährt vormittags zu einer 84-jährigen, immobilen GKV-Versicherten in ihre Wohnung und führt dort eine Routinekontrolle bei chronischer Herzinsuffizienz durch. Welche EBM-Ziffer ist für den regulären Hausbesuch (am Tag, im Wohnbereich) am ehesten korrekt abzurechnen?
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Richtig: C) GOP 01410 — Besuch eines Kranken in seiner Wohnung als regulärer Tagbesuch nach EBM bei GKV-Versicherten, abgerechnet zusätzlich zur Versichertenpauschale.
Die GOP 01410 ist im EBM die Leistung für den regulären Besuch eines Kranken in seiner Wohnung bei GKV-Versicherten; sie wird neben der Versichertenpauschale berechnet. Die GOÄ gilt für Privatversicherte.
Frage 21 von 30
In Ihrer Praxis häufen sich Patientenbeschwerden über zu lange Wartezeiten am Telefon. Das Team führt eine Teamsitzung durch und beschließt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess nach dem PDCA-Zyklus. Welche Schrittfolge entspricht dem PDCA-Zyklus am ehesten?
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Richtig: A) Plan (Ursachenanalyse und Maßnahme festlegen) → Do (Maßnahme umsetzen) → Check (Wartezeiten messen, Feedback einholen) → Act (bei Erfolg dauerhaft übernehmen, ansonsten anpassen).
PDCA = Plan-Do-Check-Act, der Demingkreis. Das ist der Standard-KVP-Zyklus in jedem QM-System (auch ISO 9001).
Frage 22 von 30
Eine fremdsprachige Patientin kommt mit ihrer 10-jährigen Tochter in die Praxis, weil die Tochter dolmetschen soll. Der Arzt möchte eine Anamnese zu möglicher häuslicher Gewalt erheben. Wie reagieren Sie korrekt?
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Richtig: B) Es wird umgehend ein professioneller Dolmetscher über einen Telefon- oder Video-Dolmetschdienst hinzugezogen, um das Gespräch fachgerecht zu führen.
Kinder als Dolmetscher sind grundsätzlich problematisch, bei sensiblen Themen (Gewalt, Sexualität, Sucht) absolut unzulässig — Schutz des Kindes + valide Anamnese.
Praxis-IT & Telematikinfrastruktur
Frage 23 von 30
Ein Patient ist besorgt über die ab 2025 geltende elektronische Patientenakte (ePA) und möchte nicht, dass seine Daten dort gespeichert werden. Wie wird die Teilnahme an der ePA ab 2025 rechtlich und organisatorisch geregelt?
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Richtig: D) Es gilt das Opt-out-Verfahren, bei dem für alle gesetzlich Versicherten automatisch eine ePA angelegt wird, sofern sie nicht aktiv widersprechen.
Ab 2025 greift das Widerspruchsprinzip (Opt-out). Wer nicht widerspricht, bekommt automatisch eine ePA von seiner Krankenkasse.
Frage 24 von 30
Ein Patient ruft an und fragt, wie er sein soeben in der Videosprechstunde ausgestelltes eRezept in der Apotheke einlösen kann. Welche der folgenden Möglichkeiten steht dem Patienten für das Einlösen des eRezepts zur Verfügung?
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Richtig: E) Er kann das eRezept über seine elektronische Gesundheitskarte, die offizielle eRezept-App oder durch einen ausgedruckten Token-Code einlösen.
Die drei Einlösungswege sind: Stecken der eGK in der Apotheke, Nutzung der gematik-App oder Vorlage des Papierausdrucks mit QR-Code.
Frage 25 von 30
Für die Überweisung an einen Facharzt soll ein elektronischer Arztbrief (eArztbrief) sicher über die Telematikinfrastruktur versendet werden. Welcher Dienst muss für diesen sicheren und verschlüsselten Versand genutzt werden?
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Richtig: C) Der Versand erfolgt über KIM (Kommunikation im Medizinwesen), da dieser Dienst Nachrichten und Dokumente Ende-zu-Ende verschlüsselt überträgt.
KIM ist der vorgeschriebene, sichere E-Mail-Dienst der Telematikinfrastruktur für den Austausch von sensiblen Gesundheitsdaten.
Wirtschafts- und Sozialkunde
Frage 26 von 30
Eine neue Auszubildende zur MFA befindet sich im zweiten Monat ihrer Probezeit in der Praxis. Sie möchte das Ausbildungsverhältnis kurzfristig beenden. Welche Kündigungsfrist gilt in diesem konkreten Fall für die Auszubildende?
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Richtig: E) Sie kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhaltung einer Frist und ohne Angabe von Gründen schriftlich kündigen.
Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden.
Frage 27 von 30
Die 17-jährige Auszubildende Lena hat heute von 08:00 bis 17:00 Uhr Dienst in der Praxis. Wie lange muss ihre gesetzliche Ruhepause an diesem Arbeitstag mindestens sein?
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Richtig: C) Sie hat Anspruch auf eine Pause von mindestens 60 Minuten, da ihre tägliche Arbeitszeit mehr als sechs Stunden beträgt und sie minderjährig ist.
Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz stehen Jugendlichen bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden 60 Minuten Pause zu.
Frage 28 von 30
Eine MFA erhält ihre erste Gehaltsabrechnung und wundert sich über die Abzüge vom Bruttogehalt, da der Auszahlungsbetrag deutlich geringer ist. Welche der folgenden Abgaben wird paritätisch (hälftig) von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen?
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Richtig: A) Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung wird grundsätzlich zur Hälfte vom Arbeitnehmer und zur Hälfte vom Arbeitgeber bezahlt.
Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden paritätisch, also je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.
Frage 29 von 30
Bei der Anmeldung eines neuen Mitarbeiters müssen die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung an den zuständigen Träger abgeführt werden. Wer ist der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für medizinische Fachangestellte?
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Richtig: B) Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist der zuständige Träger für medizinische Berufe.
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für MFA.
Frage 30 von 30
Die Praxis erhält eine Lieferung von Untersuchungshandschuhen, bei denen die Kartons unbeschädigt sind, die Handschuhe selbst aber Risse aufweisen. Welches Recht kann die Arztpraxis als Käuferin im Rahmen der Nacherfüllung vorrangig geltend machen?
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Richtig: D) Die Praxis kann nach ihrer Wahl die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer völlig mangelfreien Sache vom Verkäufer verlangen.
Bei einem Sachmangel hat der Käufer zunächst das Recht auf Nacherfüllung und kann zwischen Mängelbeseitigung und Neulieferung wählen.
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