GCS 9–12 – was bedeutet das?

⚠︎ Lernseite – nur Einteilung und Studienzahlen, keine Therapieempfehlung.

Kurz gesagt

Eine Glasgow Coma Scale von 9–12 entspricht laut MSD Manual per Konvention einem mittelschweren Schädel-Hirn-Trauma.

Die Zahlen beschreiben Gruppen in den genannten Studien, nicht das Risiko einer einzelnen Person. Diese Seite enthält keine Therapie- oder Handlungsempfehlung.

So kommen 9–12 Punkte zustande

Augenöffnen (E, 1–4), verbale Reaktion (V, 1–5) und motorische Reaktion (M, 1–6) werden addiert. 59 der 120 möglichen Kombinationen ergeben 9–12 Punkte:

Schweregrade beim Schädel-Hirn-Trauma

Laut MSD Manual wird der Schweregrad eines Schädel-Hirn-Traumas per Konvention anfangs anhand der GCS eingeteilt: 13–15 leicht, 9–12 mittelschwer, 3–8 schwer. Diese Einteilung gilt für das Schädel-Hirn-Trauma; die GCS selbst beschreibt allgemein die Bewusstseinslage.

Komponenten statt Summe

Nach Teasdale et al. (2014) werden einzelne Patientinnen und Patienten am besten durch die drei Komponenten beschrieben (zum Beispiel E3V4M6); der Summenwert eignet sich eher zur Beschreibung von Gruppen. Kann eine Komponente nicht beurteilt werden, etwa die verbale Reaktion bei Intubation, wird sie als NT („not testable“) notiert und kein Summenwert angegeben (glasgowcomascale.org).

Alle Bereiche im Überblick

GCSSchweregrad eines Schädel-Hirn-Traumas (Konvention, MSD Manual)
13–15leicht
9–12mittelschwer
3–8schwer

Einzelwerte: GCS 15 · GCS 3

Selbst berechnen

Kriterien im Glasgow Coma Scale (GCS)-Rechner eingeben – die Berechnung läuft nur in deinem Browser.

FAQ

Was bedeutet eine GCS von 9–12?▾

Beim Schädel-Hirn-Trauma entspricht sie laut MSD Manual per Konvention einem mittelschweren Trauma. Für die einzelne Person sind die drei Komponenten aussagekräftiger als die Summe (Teasdale 2014).

Welche Kombinationen ergeben GCS 10?▾

17 Kombinationen, zum Beispiel E3V1M6, E2V2M6, E1V3M6, E4V1M5. Gleiche Summen können also sehr unterschiedliche Befunde bedeuten.

Quellen

  1. Teasdale G, Jennett B. Assessment of coma and impaired consciousness. A practical scale. Lancet 1974;2:81–4. · PubMed
  2. Teasdale G et al. The Glasgow Coma Scale at 40 years: standing the test of time. Lancet Neurol 2014;13:844–54. · PubMed
  3. Glasgow Coma Scale – Structured Assessment, FAQ und Permissions. © University of Glasgow (GCS); Royal College of Physicians and Surgeons of Glasgow. · glasgowcomascale.org
  4. MSD Manual Professional Edition: Traumatic Brain Injury (TBI) (Stand 02/2025) – Abschnitt Glasgow Coma Scale. · msdmanuals.com

Lernseite ausschließlich für die Aus- und Weiterbildung: Einteilung und in den genannten Quellen beschriebene Zahlen, keine Therapie- oder Handlungsempfehlung, nicht zur Anwendung bei Patientinnen und Patienten; kein Medizinprodukt. Stand: 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh