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CTG auswerten lernen: FIGO-Kriterien, Muster & Systematik

Lesezeit ca. 7 Minuten · Für Ärzt:innen und Hebammen in Ausbildung und Weiterbildung

Von Dr. Pascal Bafteh · zuletzt aktualisiert 09/2026

Das CTG (Kardiotokogramm) gehört zu den wichtigsten Werkzeugen der Geburtshilfe – und zu denen, die man nur durch strukturiertes Befunden vieler Kurven sicher beherrscht. Dieser Ratgeber gibt dir das Gerüst: die vier Parameter, die FIGO-Einteilung und wie du systematisch besser wirst.

Was das CTG zeigt

Das CTG zeichnet gleichzeitig die fetale Herzfrequenz (FHF) und die Wehentätigkeit auf. Aus dem Zusammenspiel beider Kurven liest man ab, wie es dem Kind unter der Geburt oder in der Schwangerschaft geht. Befundet wird immer systematisch nach denselben vier Parametern – nie „aus dem Bauch".

Die vier Parameter

Dezelerationen richtig einordnen

Die FIGO-Einteilung

Aus den Parametern ergibt sich die Gesamtbewertung in drei Kategorien:

Wichtig: Das CTG wird immer im klinischen Kontext bewertet – Geburtsphase, Risikofaktoren und Verlauf gehören dazu.

So trainierst du die Befundung

  1. Immer dieselbe Reihenfolge: Baseline → Variabilität → Akzelerationen → Dezelerationen → FIGO-Kategorie. Routine schützt vor Übersehen.
  2. Viele Kurven sehen. Mustererkennung entsteht durch Wiederholung mit sofortigem Feedback – nicht durch einmaliges Lesen.
  3. Verwechslungsmuster gegenüberstellen (früh vs. spät, variabel vs. prolongiert, Sinusoidal vs. saltatorisch).
  4. Verteilt wiederholen – das Prinzip dahinter erklärt der Ratgeber zu Spaced Repetition.

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GynFuchs enthält einen eigenen CTG-Trainer – von normal-reaktiv über Tachykardie, silentes und saltatorisches Muster bis zu späten Dezelerationen, Kategorie III, sinusoidalem und Zwillings-CTG. Kostenlos, direkt im Browser.

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Hinweis: Dieser Artikel dient der Lern-Orientierung und ersetzt keine klinische Ausbildung. CTG-Befundung und daraus folgende Entscheidungen erfordern ärztliche Beurteilung im Einzelfall.